Prozess in Düsseldorf: Höchststrafe für mutmaßlichen Frauenmörder beantragt

Prozess in Düsseldorf : Höchststrafe für mutmaßlichen Frauenmörder beantragt

Im Prozess um die Tötung einer Frau auf offener Straße in Düsseldorf-Friedrichstadt hat der Staatsanwalt für den mutmaßlichen Frauenmörder Ali S. die Höchststrafe beantragt - lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld.

Er habe eine 36-jährige Frau mit einem eigens beschafften Rambo-Messer heimtückisch ermordet. „Sie wollte nicht seine Freundin sein und musste deswegen sterben“, sagte Staatsanwalt Matthias Ridder am Donnerstag. Die Tat sei lange geplant gewesen.

Der 44-Jährige leide nicht wie behauptet an Schizophrenie, sondern simuliere eine psychische Erkrankung, wie er das auch schon früher getan und zugegeben habe. „Der Angeklagte fährt auf dem Psycho-Ticket und versucht, sich damit Vorteile zu verschaffen.“

Verteidiger Stefan Tierel stufte die Tat dagegen als Totschlag ein und beantragte zehn Jahre Haft. Vor der Tat sei es auf der Straße zu einem Wortgefecht gekommen. Die Frau habe zu seinem Mandanten gesagt: „Halts Maul, hau ab.“

Dem Iraner wird vorgeworfen, im August 2018 eine 36 Jahre alte Frau mit 27 Messerstichen auf offener Straße getötet zu haben. Sein Motiv soll verschmähte Liebe gewesen sein. Der Iraner und das Opfer hatten sich gekannt.

Er hatte in einem Kiosk nahe der Wohnung der Frau gearbeitet. Das Gericht wollte noch am Donnerstag das Urteil verkünden.

(csr/dpa)
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