Betrug in Düsseldorf Frau lässt verstorbene Versicherungsmitglieder wieder „aufleben“

Düsseldorf · Die ehemalige Mitarbeiterin einer Krankenkasse ergaunerte rund 67.000 Euro. Damit habe sie Zuneigung bei ihrer Familie gesucht. Wie nun das Urteil vor dem Amtsgericht in Düsseldorf lautet.

Die Angeklagte mit ihrem Anwalt Guido Raudenkolb im Gerichtssaal in Düsseldorf.

Die Angeklagte mit ihrem Anwalt Guido Raudenkolb im Gerichtssaal in Düsseldorf.

Foto: RP/wuk

Sie ließ Tote einfach wieder aufleben – nur, um ihren Arbeitgeber zu betrügen. Das gestand eine 51-jährige Ex-Mitarbeiterin einer Krankenkasse am Dienstag vor dem Amtsgericht. Als Sachbearbeiterin durfte sie im dritten Quartal 2020 Erstattungen gewähren, zum Beispiel für Wohnumfeldverbesserungen. Doch in 26 Fällen habe sie auf Namen von toten Versicherungsmitgliedern immer neue Anträge vorgelegt, dadurch innerhalb von drei Monaten fast 67.000 Euro auf ihr eigenes Konto abgezweigt. „Ich bin schuldig auf jeden Fall, aber ich habe mich nicht bereichert“, so die Angeklagte leise.