Düsseldorf: Prozess gegen Räuber ohne Urteil abgebrochen

Düsseldorf: Prozess gegen Räuber ohne Urteil abgebrochen

Ohne Urteil hat das Amtsgericht den Raubprozess gegen einen 45-Jährigen gestern abgebrochen. Fast zehn Jahre nach zwei Überfällen, bei denen die Opfer mit Bargeld oder kostbarem Schmuck zu Düsseldorfer Hotels gelockt und ausgeraubt wurden, hat der Angeklagte jede Aussage verweigert.

Drei seiner angeblichen Komplizen wurden längst abgeurteilt, der mutmaßliche Chef und Drahtzieher befand sich jahrelang auf der Flucht. Bis er im Vorjahr im Ausland ertappt und ausgeliefert wurde. Laut Anklage hatte er als angeblich französischer Mode-Designer ein Ehepaar, das ein Haus am Bodensee verkaufen wollte, mit 50.000 Euro in bar zu einem Hotel bestellt, sich dort das Geld zeigen lassen und die Geldtasche dann an sich gerissen, war mit einem Komplizen per Auto davongerast.

Kurz danach soll er auch einen Juwelier aus Stuttgart (jetzt 76 Jahre alt) mit Schmuck im Wert von mehr als einer halben Million Euro vor ein Hotel an der Düsseldorfer Königsallee bestellt haben, wo der Händler durch Komplizen ausgeraubt wurde.

Ob die Vorwürfe zutreffen, will das Gericht durch Vernehmung weiterer Zeugen erst Anfang Mai abschließend klären.

(wuk)