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Protest vor Karstadt in Düsseldorf: Schaufensterpuppen aufgestellt

Handel in Düsseldorf : Protest gegen Karstadt-Schließung

Das Kaufhaus an der Schadowstraße soll Ende Oktober schließen. Der Ausverkauf hat bereits begonnen, doch die Mitarbeiter hoffen, dass die Pläne noch einmal geändert werden. Sie sammeln nun Unterschriften:

Die Mitarbeiter des Karstadt-Warenhauses an der Schadowstraße kämpfen mit einer Protestaktion gegen die für Ende Oktober vorgesehene Schließung. Obwohl die Verhandlungen um einen möglichen Erhalt der Filiale dem Vernehmen nach noch laufen, hat dort inzwischen bereits der Ausverkauf angefangen. „Wir schließen die Filiale. Alles reduziert“ steht auf großen Schildern im Erdgeschoss des Kaufhauses, dort sind unter anderem Spielwaren und Taschen aufgebaut.

Vor dem Kaufhaus sind als Symbol für den Protest der Mitarbeiter zwei schwarze Schaufensterpuppen aufgebaut. „Ich bin ein Karstadt-Mitarbeiter und werde ab dem 1.11.2020 arbeitslos“ steht auf einem Schild, das eine von ihnen um den Hals trägt: „Bitte helfen Sie uns durch Ihre Unterschrift an unseren Kassen.“ Die andere Puppe trägt eine ähnliche Botschaft um den Hals.

Hinter den Puppen hängen Abschiedsbotschaften langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele davon handschriftlich. „59 Jahre, über 40 Jahre bei Karstadt“, schreibt etwa einer, der fürchtet, nun keinen neuen Job zu finden. Auch viele andere berichten von jahrzehntelanger Tätigkeit für die Warenhauskette.

Karstadt/Kaufhof hat angekündigt, Ende Oktober sowohl den Kaufhof am Wehrhahn als auch das benachbarte Karstadt-Haus zu schließen. Das Aus des Kaufhof gilt als besiegelt, weil Eigentümer René Benko auf dem Areal einen Hochhaus-Neubau errichten will. Dagegen hatte es bei Karstadt nach der Ankündigung der Schließung den Versuch gegeben, über eine Reduzierung der Miete zu verhandeln – zunächst ohne Einigung. Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel hat mit René Benko über den Erhalt des Kaufhauses gesprochen.