Düsseldorf: Projekt "Hallo Fahrrad" braucht neue Räume

Düsseldorf: Projekt "Hallo Fahrrad" braucht neue Räume

Mehr als 100 Fahrräder erhielt Armin Dörr von der gemeinnützigen Werkstatt "Hallo Fahrrad" in den vergangenen Wochen. Gemeinsam mit zwölf Helfern repariert er Spendenräder, um sie an Flüchtlinge und andere Menschen mit geringem Einkommen zu verschenken oder günstig zu verkaufen. Doch dafür brauchen er und sein Team zunächst einmal mehr Platz, denn weitere Spenden sollen folgen.

"Der Erfolg des Projektes hängt von den Räumlichkeiten ab", sagt Dörr. Schon mehr als drei Jahre lang macht er gespendete Räder wieder flott, so viele wie jetzt hatte er allerdings noch nie. Bisher lagerten die Räder in einer kleinen Werkstatt an der Heerstraße, aus der muss er jetzt ausziehen. "Der Platz reicht auch bei weitem nicht aus", sagt Dörr. Kurzfristig konnte er die Spendenräder in privaten Kellerräumen unterbringen, auch eine Pfarrei in Derendorf bot an, die Fahrräder im Keller eines Flüchtlingsheimes übergangsweise unterzustellen. Um aber langfristig arbeiten zu können, benötigt Dörr auch Werkstatträume. "Auf dem Fahrradtag habe ich das Problem schon mit Oberbürgermeister Thomas Geisel besprochen, er wollte es zur Chefsache machen", sagt Dörr, der auch bei der franziskanischen Initiative "vision:teilen" und dem "Gute-Nacht-Bus" arbeitet. Zuletzt erhielt er von der Stadtverwaltung die Nachricht, sie wolle prüfen, ob dem Liegenschaftsamt geeignete Räume zur Verfügung stehen.

In jedem Fall bleibt für Dörr die Finanzierungsfrage: "Bis jetzt hatten wir hier sehr günstige Konditionen und damit auch sozialen Handlungsspielraum." Er sei aber zuversichtlich, das Projekt ungeachtet der Raumsituation weiterführen zu können. "Das lässt sich notfalls auch im kleinen Rahmen machen."

(bur)
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