Projekt C-View: Hafen-Bürohaus in Düsseldorf ist vor Baustart vermietet

Gelände in Düsseldorf : Hafen-Bürohaus ist vor Baustart vermietet

Beim Projekt C-View auf dem Gelände der Alten Papierfabrik gehen bald die Bauarbeiten los. Die 5000 Quadratmeter großen Büros sind nun schon komplett vermietet worden – an ein japanisches Chemie-Unternehmen.

Mit dem Büroprojekt C-View auf dem Gelände der Alten Papierfabrik geht es voran. Die Abbrucharbeiten sind inzwischen beendet, schon in diesem Sommer sollen die Fundamente gegossen werden. Aktuell laufen die Vorarbeiten, zwischen großen Steinhaufen rollen große Bagger über das 27.000 Quadratmeter große Areal. Und bereits jetzt kann Investor Rialto Capital vermelden, dass der geplante Bau voll vermietet ist: Ein japanisches Chemieunternehmen wird dort auf 5000 Quadratmetern Bürofläche seine neue Europazentrale eröffnen und zusätzlich auch die daneben entstehenden Logistikflächen (ca 2000 Quadratmeter) nutzen.

Die Düsseldorfer Lions Trust GmbH vermittelte den neuen Mieter, der in der vergangenen Woche seinen Mietvertrag unterschrieben hat. „Dass wir in einer so frühen Phase schon eine Vollvermietung erreichen, hätten wir nicht gedacht“, sagt Investor Marcus Mertens von Rialto Capital – zudem hatte man eher damit gerechnet, die Fläche auf bis zu 13 einzelne Mieter zu verteilen, eine entsprechende Aufteilung war entsprechend eingeplant. Nun aber gibt es einen Generalmieter, der sich für mindestens zehn Jahre auf die Fringsstraße festgelegt hat. „Für uns ist das ein toller Erfolg, dass unser Mut bei diesem Projekt belohnt wird.“

Es ist zudem ein erster Abschluss einer langen Geschichte, die vor dem Start der Arbeiten lange Zeit nicht eben erfreulich war. Bereits 2015 hatte Mertens das Grundstück gekauft – damals noch mit der Idee, Teile des 100 Jahre alten Fabrikgebäudes zu erhalten. Dann brannte die Fabrik und musste in der Folge komplett abgerissen werden. „Wir haben das bewusst von innen nach außen gemacht, auch um mögliche Schaulustige abzuhalten – und um die Anlieger so wenig wie nötig zu belästigen“, sagt Projektleiter Tim Cramer. Beim Thema Schaulustige hatte das Unternehmen zuvor schmerzhafte Erfahrungen gesammelt: Über Jahre war die Papierfabrik als verbotenes Ausflugsziel bei abenteuerlustigen Jugendlichen beliebt, aber auch bei Sprayern und später bei Brandstiftern. Rund 15.000 Euro monatlich investierte Mertens vor dem Start der Abrissarbeiten in die Sicherung des Gebäudes mit Stahlplatten vor den Öffnungen und einen regelmäßig patroullierenden Wachdienst.

Damit der neue Mieter pünktlich im Sommer 2020 einziehen kann, soll es nun zügig weitergehen mit den Arbeiten. In diesem Sommer werden bereits die neuen Fundamente gegossen, zusätzlich zu den bereits vorhandenen. Weil das C-View im Systembau entsteht, wird es danach – etwa ab August oder September – recht schnell gehen: „Innerhalb von sechs Wochen kann dann der Rohbau stehen“, sagt Mertens. Die Logistikflächen entstehen auf dem Grundstücksteil hinter den Eisenbahnschienen, das von der Neuss-Düsseldorfer Hafengesellschaft genutzt wird. Eine Besonderheit: Damit die Mitarbeiter von dem Büroteil in den Logistikbereich gelangen können, wird beides durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden. Auch Parkplätze wird es auf dem Areal geben.

Von der Landseite aus wirkt das Gebäude modern, aber weniger spektakulär. Foto: Rialto Capital
Tim Cramer (l.) und Markus Mertens (Rialto Capital AG) auf dem Gelände der alten Papierfabrik. Foto: Nicole Lange

In der eher tristen Hafen-Umgebung an der Fringsstraße dürfte das vom Düsseldorfer Architekturbüro Greeen Architects entworfene Gebäude mit seinen zahlreichen Terrassen als Mitarbeiter-Treffpunkt und den zum Wasser hin gläsernen Fassaden ein Glanzpunkt werden. Die „Schaffung eines neuen Identifikationspunktes“ hat sich das Unternehmen hier vorgenommen, und nebenher auch unter ökologischen Gesichtspunkten gedacht, etwa mit dem Einsatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen. Genau so hochwertig wollte man es auch haben, sagt Mertens: „Wir glauben, dass sich das gesamte Umfeld hier noch weiter positiv entwickeln wird.“

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