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Düsseldorf: Profis erklären, warum Produkte floppen

Düsseldorf : Profis erklären, warum Produkte floppen

Die Marketingprofis Tina Müller und Hans-Willi Schroiff stellten in der Mayerschen ihr Buch vor.

Wie ein neues Produkt zum Misserfolg wird, wissen die Marketing-Experten Tina Müller und Hans-Willi Schroiff: "Wir haben zusammen einiges erlebt, Erfolge, aber auch Flops", sagen sie. Die Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Erfahrung haben die Opel-Managerin und der Marketing-Professor in ihrem Buch "Warum Produkte floppen" zusammengetragen, das sie jetzt auf Einladung des Marketing-Clubs Düsseldorf in der Mayersche Droste Buchhandlung vorstellten.

Um ein Produkt zum Flop zu machen, muss ein Unternehmen demnach nur eine (oder oft gleich mehrere) von "zehn Todsünden des Marketings" begehen. Das passiere nicht selten: "Rund 60 bis 80 Prozent der neu eingeführten Produkte sind ein Jahr später nicht mehr im Handel", sagt Schroiff. Mit ihrer Entwicklung seien jedoch Investitionen und Hoffnungen verbunden: "Deswegen finden wir es wichtig, sich anzusehen, was schiefgehen kann." Man könne nicht alles richtig machen, "aber zumindest die Logik des Misslingens durchbrechen".

Eine Todsünde, so Müller, sei das Fehlen eines einzigartigen Konzeptes. "Wenn das beworbene Produkt nichts Neues ist, warum sollte ich dann wechseln", sagt die frühere Henkel-Managerin. Menschen änderten ungern Gewohnheiten: "Aber wenn etwas einzigartig ist und einen neuen Nutzen hat, dann kann ich die Konsumenten vielleicht erreichen." Als Negativ-Beispiel nannte sie die Einführung der Männer-Kosmetikmarke "Right Guard" auf dem deutschen Markt: Diese sei zwar in den USA gut verankert, habe in Deutschland aber eben nicht mehr versprochen als etablierte Marken. Auch der Einkauf eines Fußballstars als Werbeträger habe da nicht geholfen.

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Ein gelungener Fall ist für Tina Müller dagegen die Einführung der Shampoo-Marke Syoss, die als das erste Friseurshampoo beworben wurde, das sich jeder leisten könne. "Das war in dieser Kombination etwas Neues, und es war auch relevant", so Müller. "Die Kunden empfinden Friseurshampoos als höherwertig."

(nic)