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Pro und Contra zu Fahrradständern in Düsseldorf

Pro und Contra : Sollten Parkplätze durch Fahrradständer ersetzt werden?

Die Stadt hat zahlreiche neue Fahrrad-Abstellplätze geschaffen – allerdings teilweise auf Parkflächen. Das ärgert Anwohner. Unsere Autoren haben dazu verschiedene Meinungen.

Ja, Parkplätze sollten umgewidmet werden, meint Arne Lieb

Der öffentliche Raum ist ein knappes Gut. Warum ist es so selbstverständlich, dass ein möglichst großer Anteil den Autofahrern gehört? Auch Radfahrer haben ein Recht darauf, ihre Gefährte anständig abzustellen. Das sorgt für ein gepflegtes Straßenbild – und ist vor allem ein Zeichen dafür, dass die Alternativen zum Auto ernst genommen werden. Das ist wichtig, weil die Zahl der Pkw immer weiter zunimmt. Das verkraftet die Stadt nicht weiter.

Das Verkehrsamt vernichtet zudem keineswegs massenhaft Parkplätze, sondern wandelt nur einige Lücken um. Das ist ein ungewohnter Anblick, weil Jahrzehnte lang ein anderer Ansatz verfolgt wurde. Es ist aber wirklich kein Grund zur Empörung.

Nein, die Parkplätze müssen bleiben, findet Laura Ihme

Es ist gut und richtig, dass die Stadt mehr für Radfahrer tun will – das hat sie bislang nicht genug getan. Was sie nicht tun sollte, ist allerdings, Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Genau das passiert gerade aber in den Vierteln der Stadt, in denen die Anwohner ohnehin schon Probleme haben, einen Parkplatz zu finden.

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Wenn dort Flächen umgewidmet werden, führt das nicht zu einem Gleichgewicht, sondern verstärkt den Parkdruck und sorgt für schlechte Stimmung. Stattdessen sollte die Stadt Alternativstandorte suchen, etwa dort, wo der Gehsteig breiter ist. Und: Wenn schon Parkplätze genutzt werden, dann nur an Einzelstandorten und nicht wie an der Feldstraße an gleich drei Stellen.