Düsseldorf: Privatklinik setzt auf innovative Therapien

Düsseldorf: Privatklinik setzt auf innovative Therapien

"Clinic Bel Etage"-Chefarzt Andreas Schmidt gewährte Einblicke in die gewachsene Privatklinik.

Sieht man, wie motiviert sich Chefarzt Andreas Schmitz zeigt, dann mag man ihm nicht recht glauben, dass er seine Privatklinik in dieser Dimension erst gar nicht geplant hatte. Vielleicht kokettiert er auch nur ein wenig, wenn er genau das versichert. "Eigentlich wollte ich nur endlich mit meiner Frau zusammenarbeiten", sagte Schmitz beim Tag der Offenen Tür seiner Privatklinik "Clinic Bel Etage" an der Reichsstraße. Weil bald nach der Gründung aber weitere Räume im Haus frei wurden, vergrößerte sich das Projekt viel schneller als gedacht: "Der Vermieter war sehr überzeugend", sagt Schmitz.

Nach der gerade erfolgreich umgesetzten Gestaltung der Station B ist die "Bel Etage" eine der größten Privatkliniken der Stadt. Neurochirurg Schmitz, besonders spezialisiert auf Bandscheiben-Prothetik, ist mit Heilpraktikerin und Ernährungsexpertin Anja Schmitz verheiratet, die in der Klinik unter anderem Mikronährstoff-Therapien und Ernährungsberatung anbietet. Zum festen Team gehören auch Anästhesist Carsten Nitschke und Orthopäde Carsten Raab. Zahlreiche andere Mediziner - teils angestellt bei Kliniken, teils in eigener Praxis niedergelassen - arbeiten eng mit der Klinik zusammen. "Ein medizinischer Co-working Space", sagt Schmitz.

Rund 4000 Quadratmeter groß ist die "Bel Etage", die über 24 Betten verfügt. Sie stehen in großen Zwei-Bett-Zimmern, viele Patienten reisen laut Schmitz mit Begleitperson an oder wollen gar nicht allein schlafen: "Aber wenn jemand das doch möchte, ist das natürlich möglich." Auf die Zimmer ist Schmitz stolz, sie sind modern und warm eingerichtet, und die Säule mit dem praktischen schwenkbaren Schreibtisch am Bett ist ein Prototyp.

High-Tech, innovative Therapiemethoden und alternative Ansätze, sagt Schmitz, kommen hier zusammen. Er zeigt sich froh über die Therapie-Freiheit, die man Ärzten wie Patienten bieten könne - weiß aber auch um die privilegierte Stellung seines Hauses. "Natürlich wird in Krankenhäusern heute stark aufs Geld geschaut - da sind die Möglichkeiten eingeschränkt."

Die Privatklinik ist auf die gesetzlichen Krankenkassen zugegangen und arbeitet nach Schmitz' Worten bereits mit einem Dutzend von ihnen zusammen: Ihre Mitglieder können in bestimmten Fällen - nach Einzelfallentscheidung - hier behandelt werden. "Wir rollen jetzt nicht die gesamte Krankenhauslandschaft auf. Aber wir wollen Multiplikator sein und zeigen, dass das funktionieren kann."

(RP)