Düsseldorf: Poststreik bringt Knöllchen-Kasse durcheinander

Düsseldorf : Poststreik bringt Knöllchen-Kasse durcheinander

Weil Strafzettel der städtischen Verkehrsüberwachung wochenlang in den Postverteilzentren lagen, sind Zahlungsfristen oft überschritten worden. Inzwischen gehen die ersten - deutlich teureren - Bußgeldbescheide an die vermeintlich säumigen Zahler. Doch die Stadt verspricht in solchen Fällen Kulanz.

Klaus D. (Name der Redaktion bekannt) hatte Anfang Juni falsch geparkt. Am 15. Juni schickte ihm das Rathaus dafür ein 25-Euro-Knöllchen. Das Datum steht auf dem Poststempel. Aber in D.s Briefkasten landete das Ticket erst am vorigen Freitag - dem 10. Juli. Am Dienstagmorgen überwies D. den Betrag. Und fand am Abend erneut städtische Post im Briefkasten, diesmal einen Bußgeldbescheid über 53,50 Euro, weil die Zahlungsfrist fürs eigentliche Knöllchen längst abgelaufen war. Mit einem Anruf war die Sache dann aber erledigt: "Man hat mir versichert, dass der Bußgeldbescheid nicht weiter verfolgt wird", sagt D.

Wegen des Poststreiks seien die Fristen bis zum Versand eines Bußgeldbescheids ohnehin bereits verlängert worden, sagt Stadtsprecher Volker Paulat. Bei offensichtlich streikbedingten Überschneidungen, gebe es aber vorerst weiter Kulanzregelungen.

(sg)