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Düsseldorf: Polizeistreifen wollen Radfahrer belohnen

Düsseldorf : Polizeistreifen wollen Radfahrer belohnen

Leuchtend gelbe Klack-Bänder gibt es bei einer neuen Kampagne für korrektes Verhalten.

Wer demnächst als Radfahrer von der Polizei angehalten wird, muss nicht zwangsläufig etwas falsch gemacht haben. Im Gegenteil: Auch besonders vorbildliche Fahrer wollen gemeinsame Radstreifen von Polizei und Ordnungsamt in den kommenden Wochen gezielt ansprechen - und mit einem reflektierenden Klack-Band als Geschenk belohnen. "Rücksicht bei jedem Start - Grand Départ, aber mit Égard" (französisch für Rücksicht) ist der sperrige Titel der Kampagne, für die Polizei, Stadt und Verkehrswacht miteinander kooperieren.

"Natürlich müssen wir als Polizei Fehlverhalten ahnden", sagte Polizeipräsident Norbert Wesseler: "Aber wir möchten zusätzlich eben auch richtiges Verhalten bestärken." Im Hinblick auf die Kampagne bedeutet das etwa: auf einem verkehrssicheren Rad unterwegs sein, sich an die Verkehrsregeln halten und im Idealfall auch einen Helm tragen: "Auch wenn das natürlich nicht Vorschrift ist." Die gemeinsamen Streifen von Polizei und Stadt, die die neongelben Klack-Bänder verteilen ("Wir haben mehr als genug davon"), werden in den Wochen bis zur Tour de France besonders häufig und in allen Stadtteilen unterwegs sein.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche betonte das Ziel der Stadt, den Anteil der Fahrradfahrer an den Verkehrsteilnehmern in Düsseldorf weiter zu erhöhen. Darum bemühe sich nicht zuletzt auch die Rheinbahn, die ihre Nahverkehrs-Angebote optimal mit den Bedürfnissen von Fahrradfahrern verbinden will. "Auch die absolute Zahl von Fahrradfahrern in der Stadt wird zunehmen", so Hintzsche. Umso mehr gelte es für alle Verkehrsteilnehmer, rücksichtsvoll miteinander umzugehen.

Im vergangenen Jahr gab es in Düsseldorf laut Polizeipräsident Wesseler knapp 900 Unfälle, an denen Fahrradfahrer beteiligt waren. Ein Fahrradfahrer kam bei einem Unfall ums Leben. Dass man die Zahl der Rad-Unfälle gegenüber den Vorjahren nicht reduzieren konnte, liege vermutlich auch an der steigenden Zahl von Radfahrern, so Wesseler weiter. Starkes Augenmerk werde man künftig auch auf E-Bikes und Pedelecs legen müssen, die naturgemäß deutlich schneller als normale Räder unterwegs sind.

(nic)