Düsseldorf: Polizeipräsident als Festredner bei den Schützen

Düsseldorf: Polizeipräsident als Festredner bei den Schützen

St. Sebastianer feiern ihr Titularfest mit vielen prominenten Gästen. Wesseler verspricht mehr Polizeipräsenz bei Veranstaltungen.

Seinen großen Wunsch an die Polizei konnte Schützenfest Lothar Inden am Ende des Titularfests des St. Sebastianus Schützenvereins direkt bei deren Chef loswerden. Wenn die Reiterstaffel bei der großen Parade der Schützen wieder vorneweg reiten könnte, sagte Inden an Polizeipräsident Norbert Wesseler gewandt: "Das wäre toll. Es müssten ja nicht sechs Pferde sein. Vier reichen vollkommen."

Wesseler war der Festredner des Vormittags und stellte vor den Schützen im Radschlägersaal der Rheinterrasse vor allem die besonderen Aufgaben der Polizei heraus. Die Wichtigste sei zweifelsohne, das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken. "Wir haben eine Situation, in der man beruhigt in die Altstadt gehen und Silvester feiern kann", sagte Wesseler. Wenn viele das trotzdem nicht täten, müsse man sich damit auseinandersetzen, woran das liege - und Abhilfe schaffen.

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Bei vielen öffentlichen Veranstaltungen in der Stadt werde sichtbar, dass die Düsseldorfer es wichtig finden, dass die Polizei für sie ansprechbar ist. "Die Leute finden es gut, die Beamten zu sehen und auf sie zugehen zu können." Das werde auch bei den Fahrradstreifen und den Bezirksbeamten deutlich, die ebenfalls nah an den Menschen seien. Dass man sich auf große Feste heute intensiver vorbereite, sei klar: "Wir haben gerade Silvester geschafft, jetzt steht für uns Karneval an." Wesseler will aber weiterhin auch einen Fokus auf andere Dinge legen, die das Sicherheitsgefühl der Menschen beeinflussen, etwa die Einbruchszahlen. Um rund 30 Prozent seien die Einbrüche dank der Maßnahmen der Polizei im vergangenen Jahr zurückgegangen.

Zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft hörten zu, etwa Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), Stadtdechant Ulrich Hennes oder Stadtwerke-Vorstand Manfred Abrahams. Inden freute sich über die zahlreichen Gäste, die Freunde der Schützen seien. Der Gesellschaft könne es nur gut gehen, wenn alle zusammenstehen, betonte er. Es sei "Kern des Schützenwesens, Menschen zu schützen, die sich nicht helfen können". Eine Versteigerung der Gesellschaft Reserve habe jüngst 15.000 Euro zugunsten des Kinderhilfezentrums Eulerstraße eingebracht.

(RP)
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