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Wohnungsdurchsuchungen: Polizei stellt kriminelle Jugendbande

Wohnungsdurchsuchungen : Polizei stellt kriminelle Jugendbande

Die Polizei ist dreizehn Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren auf die Schliche gekommen, die für mehr als 40 Straftaten in Düsseldorf mit einem Sachschaden von etwa 15.000 Euro verantwortlich sein sollen. Sieben Tatverdächtige wurden bei Wohnungsdurchsuchungen in Düsseldorf und Neuss festgenommen. Sie sind geständig.

Seit Anfang des Jahres stießen die Ermittler des Einbruchsdezernats bei ihren Ermittlungen immer wieder auf Spuren eines damals noch 13-jährigen Jungen, der eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 14 bis 18 Jahren um sich "geschart" hatte. Gemeinsam mit den Jugendlichen beging er Einbrüche in Wohnungen, Geschäfte und Lagerhallen. Nach Angaben der Polizei sei der jugendliche Täter sich seiner Strafunmündigkeit dabei durchaus bewußt gewesen.

Besonders dreist gingen der mittlerweile 14-Jährige und ein gleichaltriger Komplize bei einem Geschäftseinbruch in der Altstadt vor. Sie brachen in das Bekleidungsgeschäft ein, legten ihre eigenen Sachen ab und kleideten sich vor Ort neu ein. Allerdings überführte ein gestohlenes T-Shirt den Mittäter bei einem weiteren Einbruch. Die Aufzeichnungen der Überwachungskamera waren so eindeutig, dass der Verdächtige problemlos identifiziert werden konnte.

Ein Tipp brachte die Ermittler auf weitere Mitläufer und Tatbeteiligte. Am Dienstagmorgen durchsuchten Beamte und Diensthundeführer zwölf Wohnungen in Düsseldorf und eine in Neuss. Sieben Tatverdächtige wurden angetroffen und zur Vernehmung ins Präsidium gebracht. Eine Uhr und ein Handy wurden bei der Durchsuchung sichergestellt und konnten zwei Wohnungseinbrüchen zugeordnet werden. Die Jugendlichen stahlen zumeist Gegenstände, wie Schmuck und Elektroartikel, die sie sofort verkauften, um so schnell an Bargeld zu kommen.

Ein 18-Jähriger ohne festen Wohnsitz gestand sofort zwei Einbrüche. Er wurde festgenommen und wird am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. Auch die anderen Jugendlichen gestanden die Taten. Alle Jugendlichen sind bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.