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Düsseldorf: Polizei setzt an Silvester 22 Störer fest

Düsseldorf : Polizei setzt an Silvester 22 Störer fest

Der Jahreswechsel verlief vergleichsweise friedlich. Am Burgplatz wurde ein Feuerwehrmann durch Böller verletzt.

Intern reden Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte vom "ganz normalen Silvester-Wahnsinn". Das bedeutet, dass es nicht schlimmer als im Vorjahr war. Aber eben für die Einsatzkräfte bei weitem nicht so ruhig wie an den Weihnachtsfeiertagen.

Immerhin: Mit 399 Einsätzen zwischen Mittwochabend, 20 Uhr und gestern früh um 6 Uhr, liegt die Polizei deutlich unter der Vorjahreszahl. Die meisten dieser Einsätze wurden in der Innenstadt nötig, wo es am Burgplatz und in der Altstadt immer wieder zu kritischen Situationen kam. Von "Personen, die durch ihr gewaltbereites und aggressives Verhalten auffielen" (so der Polizeibericht) ist von Jahr zu Jahr häufiger die Rede, weshalb die Polizei nicht nur mit einem Großaufgebot in der Altstadt unterwegs war, sondern auch konsequent und früh bei ersten Auffälligkeiten einschritt. "Die Beamten konnten viele Auseinandersetzungen entschärfen, bevor es zur Eskalation kam", sagte ein Polizeisprecher.

Wo das nicht gelang, kam es zur Festnahme. 22 überwiegend junge Männer erlebten den Jahreswechsel im Polizeigewahrsam am Jürgensplatz, 13 mehr als im vergangenen Jahr. 33 mal mussten Polizisten Streitereien schlichten, bei vier Schlägereien eingreifen, 27 Randalierer beruhigen und in zwölf Fällen gingen sie gegen Männer vor, die sich auf dem Burgplatz gefährliche "Späße" mit Feuerwerkskörpern leisteten.

Wenigstens für einen hat ein solcher Spaß ein Nachspiel: Ein Feuerwehrmann, der im Sanitätsdienst am Burgplatz eingesetzt war, wurde aus der Menschenmenge mit Feuerwerkskörpern beworfen und erlitt ein so genanntes Knalltrauma im Ohr. Die Polizei fahndet nach dem Werfer.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren nach den Erfahrungen früherer Jahre auf solche Aktionen gefasst. Die Männer mussten sogar Helme tragen, um sich gegen potenzielle Angreifer besser zu schützen. Trotzdem haben sie auch noch etliche Verletzte versorgt. Überwiegend mit kleineren Verbrennungen, zu viel Alkohol und Schnittverletzungen kamen 44 Patienten in die im Innenhof des Rathauses eingerichtete Rettungsstelle. Neun mussten in Krankenhäuser gefahren werden. Stadtweit versorgte der Rettungsdienst 203 Notfallpatienten.

Während die Rettungsstelle vorwiegend von den Hilfsorganisationen betreut wurde, hatte die Feuerwehr auch noch Brände zu löschen, nach Mitternacht vor allem in von Feuerwerk entzündeten Mülltonnen - das machte allein 20 von 35 Löscheinsätzen aus. Zweimal setzten Feuerwerkskörper Gegenstände auf Balkonen in Brand, an der Rethelstraße brannte ein Auto.

Und: Zwölf Mal wurde die Polizei wegen Ruhestörungen gerufen.

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(RP)