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Düsseldorf: Politiker kämpfen für Buscher Mühle

Düsseldorf : Politiker kämpfen für Buscher Mühle

Die Bezirksvertretung will eine transparente Schallschutzwand am Denkmal.

Eine meterhohe, blickdichte Wand, die die Buscher Mühle einzäunt und verdeckt, das kann sich niemand vorstellen in der Bezirksvertretung (BV) 2. Deswegen stellte die CDU-Fraktion in der gestrigen Sitzung auch einen Antrag, der den Einspruch des Heimatvereins Derendorfer Jonges zum Planfeststellungsverfahren für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) unterstützen soll. "Wir wollten schon frühzeitig eingreifen", sagt Annelies Böcker von der CDU. Die Buscher Mühle sei ein wichtiges Denkmal mit einem eigenen kleinen Garten. Das Areal sei eine Erholungsoase entlang der Bahntrasse, findet Böcker.

Seit zwei Jahren erörtert eine Arbeitsgruppe bestehend aus Deutscher Bahn und Stadt die Details zum Bau der RRX-Strecke. Gerhard Aschendorf, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle 2, nimmt regelmäßig an den Treffen des Gremiums teil. "Der RRX ist ein sehr strittiges Thema", sagt er. Im Norden und Süden der Stadt speziell. Erst in dieser Woche sei die Gruppe wieder zusammengekommen, "und bei der Deutschen Bahn ist die Bereitschaft zu erkennen, eine hochwertige Lärmschutzwand an der Buscher Mühle zu installieren", sagt Aschendorf. Viel weiter sei die Planung in diesem Bereich aber noch nicht, "im Augenblick geht es mehr um die Frage: Lärmschutz ja oder nein", sagt er. Bei der Ausgestaltung will sich die Arbeitsgruppe mit der Bezirksvertretung und Betroffenen besprechen, so Aschendorf. Viel Zuspruch gibt es von den Stadtteilpolitikern für den Antrag.

Harald Schwenk von den Grünen würde zum Bau der Mauer gerne noch die Untere Denkmalbehörde anhören. Bezirksbürgermeister Uwe Wagner versicherte: "Wir setzen uns mit unserer gesamten politischen Kraft dafür ein, dass das Denkmal nicht verschwindet.

(esc)