Düsseldorf: Politiker hilft Kinderhospiz

Düsseldorf: Politiker hilft Kinderhospiz

Der Förderverein des Regenbogenlandes hat prominente Unterstützung: FDP-Generalsekretär Christian Lindner ist Botschafter, Natalia Fedossenko aus dem NRW-Familienministerium arbeitet im jetzt fünfköpfigen Vorstand mit. Ex-CDU-Ratsherr Gunther Philipps musste gehen.

Nachdem die ehemalige Vorsitzende Gabriele van den Burg nach monatelangen Querelen im Januar 2008 den Verein verlassen hatte, haben Vorstand, Fördervereinsmitglieder und Pflegeteam einen Neuanfang geschafft. Ein seitdem ehrenamtlich arbeitender Geschäftsführer, engagierte Pädagogen und Seelsorger belegen das.

Christian Lindner soll offenbar der neue FDP-Generalsekretär werden. Foto: Christian Lindner

Fünf Vorstände tragen jetzt Verantwortung

Nun hat auch der Vorstand seine endgültige Neuorientierung geschafft. Das neue Quintett mit Norbert Hüsson an der Spitze hat den nordrhein-westfälischen FDP-Generalsekretär Christian Lindner als Botschafter des Regenbogenlandes gewinnen können. "Ich habe mich als Ehrenamtler öfter um die Geschwisterkinder gekümmert. Ich will auch weiterhin wie die vielen anderen Ehrenamtlichen mitarbeiten und zusätzlich versuchen, Spenden und weitere Helfer für das Kinderhospiz zu bekommen", sagte Lindner gestern der RP.

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Lindner, der gerade zum Bundestagsabgeordneten gewählt worden ist, steht für den Umbruch an der Torfbruchstraße. Neben Hüsson ist jetzt auch wieder der Mitbegründer des Kinderhospizes, Dieter Sehlbach, als sein Stellvertreter mit dabei. Das neu zum Quintett erweiterte Team komplettieren: die Abteilungsleiterin aus dem NRW-Familienministerium, Natalia Fedossenko, der bisherige Vorstand Thomas Edel und Bernd Breuer (bisher im Beirat). "Wir wollen im Team verschiedene Aufgabenbereiche betreuen", sagt Hüsson, der im November 2008 bereits die Frau des Oberbürgermeisters, Astrid Elbers, als Schirmherrin gewinnen konnte.

Der ehemalige Stellvertreter Gunther Philipps war jetzt nicht mehr zur Wahl angetreten. Ihm attestierten viele Vereinsmitglieder mangelndes Engagement und fehlendes Vertrauen. Nach dem Verlust des Ratsmandats ist Philipps damit auch im Förderverein Regenbogenland nicht mehr dabei.Hüsson versprach Anfang 2008 eine personelle und vor allem inhaltlichen Erneuerung mit mehr Vertrauen und Seriosität.

Die ehemalige Vorsitzende Gabriele van den Burg ging im Januar 2008, danach verließen der Geschäftsführer, einige wenige Ehrenamtler und nun der stellvertretende Vorsitzende Philipps das Kinderhospiz. Das ist das nun also das endgültige Ende der Ära van den Burg. Das zeitweise eingebrochene Spendenaufkommen steigt wieder an, sagt Hüsson. Das Jahr 2010 werde man wohl mit nur einer knappen Unterdeckung schaffen können. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf dem nächsten Jahr — auch wegen der personellen Änderungen im Kinderhospiz Regenbogenland.

(RP)
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