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Pokémon Go: Volksbank Düsseldorf Neuss verbietet die Jagd

Düsseldorf/Neuss : Volksbank verbietet in ihren Filialen die Pokémon-Jagd

Der Aufkleber an der Eingangstür signalisiert unmissverständlich: Wir dürfen hier nicht herein. Die Volksbank Düsseldorf Neuss verwehrt mittels Verbotsschild mit rotem Balken Pikachu, seinen Artgenossen und allen Pokémon-Jägern den Zutritt zu ihren Filialen.

Volksbank-Vorstandssprecher Rainer Mellis begründet sein Aus für Pokémon Go mit Sicherheitsbedenken. Datenaufzeichnung und Speicherung in Echt-Umgebung könnten ein Datenschutz- und Diskretionsrisiko für die Volksbank-Kunden bergen.

Außerdem sei das Verhalten der Spieler unkalkulierbar: "Einer war ins Spiel so vertief, dass er vor unserer Filiale in mich hineingelaufen ist." Seriöse Bankgeschäfte und Massen-Spieltrieb passen nach Ansicht von Mellis nicht zusammen, darum habe die Bank das Pokémon-Verbot für all ihre 23 Filialen ausgesprochen und setze es durch: "Wir haben bereits die ersten Spieler freundlich aus unseren Räumlichkeiten hinaus gebeten."

Die Pokémon Go-Spieler waren in den vergangenen Wochen aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken. In Düsseldorf wurde die Giradet-Brücke an der Königsallee für Autofahrer gesperrt, um Unfällen mit Pokémon-Jägern vorzubeugen. In Neuss spielen sie sogar auf dem Friedhof.

Hier gibt es eine Sammlung kurioser Vorfälle mit Pokémon Go.

(lue-)