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Düsseldorf: Platzbenennung nach Erwin: Geisel will breite Mehrheit

Düsseldorf : Platzbenennung nach Erwin: Geisel will breite Mehrheit

In seinem politischen Vermächtnis hatte der 2008 verstorbene OB Joachim Erwin noch gemahnt, man solle sich nicht um eine Benennung eines Ortes nach ihm streiten. Der Vorstoß des neuen OB Thomas Geisel (SPD), den Bereich zwischen Schadowplatz und Gustaf-Gründgens-Platz nach seinem Vor-Vorgänger im Amt zu benennen, stößt bisher jedoch nur in der CDU auf ungeteilte Unterstützung.

Bei der SPD sprechen sich einige Ratsleute dafür aus. Grüne und FDP, mit denen Geisel und seine SPD derzeit ein Ampel-Bündnis verhandeln, halten weder den Platz noch den ihrer Ansicht nach zu frühen Zeitpunkt für angemessen. Sie plädieren für eine Benennung erst zehn Jahre nach Erwins Tod.

Geisel kann den Widerstand nicht verstehen. "Wir wollen ein neues Kapitel im Stadtrat aufschlagen und das Lagerdenken überwinden." Eine breite politische Mehrheit für die Ehrung des durchaus polarisierenden Stadtoberhaupts könne ein starkes Signal sein. "Es wäre ein Zeichen der Versöhnung", so Geisel.

Ursprünglich hatte er geplant, das Thema schon auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 18. September zu setzen. "Ich glaube nicht, dass ich schon in der Sitzung beantragen werde, dass der Platz nach Joachim erwin umbenannt wird", sagte Geisel gestern Abend auf Anfrage. Zuvor seien Regularien wie die Einbindung der zuständigen Bezirksvertretung 1 zu beachten. Wichtig sei ihm vor allem ein breiter Konsens.

(dr)