Planungs-Wettbewerb für den Hafen in Düsseldorf

Stadtplanung in Düsseldorf : Wettbewerb für den Hafen wird jetzt ausgelobt

Im Planungsausschuss wurden die Weichen für das Areal an der Kesselstraße gestellt. Dort soll auch ein Stadtstrand entstehen.

Im Hafen wird in den nächsten Jahren einiges passieren – das zumindest ist der Wille von Stadtspitze und Politik. Nach dem Bau der Zentrale des Internetportals Trivago am östlichen Teil der Kesselstraße soll nun auch auf der Halbinsel gebaut werden. Die Voraussetzungen für einen städtebaulichen Wettbewerb hat am Mittwoch der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung im Rathaus geschaffen.

In einem völlig freien Wettbewerb können Architekten Ideen für das mehrere Hektar große Areal einreichen. Kulturstätten können dort genauso entstehen wie Hotels, Büros oder Flächen für Gewerbe wie Handwerksbetriebe. Nur Wohnungen können an der Stelle nicht gebaut werden – wegen der Nähe zum Wirtschaftshafen. Zuletzt hatte es einen solchen, großen Wettbewerb für die Entwicklung der benachbarten Speditionstraße gegeben. Damals hatten sich 1000 Architekten, Landschafts- und Raumplaner beworben, nach einer Auslosung unter ihnen wurden 300 Modelle abschließend begutachtet. Eine solche Flut von Ideen will man dieses Mal nicht bewerten, 25 Planer erhalten am Ende die Möglichkeit, Entwürfe vorzustellen. Sollten sich mehr bewerben, wird ausgelost.

Einen Aufsehen erregenden Entwurf für die Spitze der Landzunge hatte im Frühjahr bereits der Architekt Christoph Ingenhoven ins Spiel gebracht: Er will unter dem Namen „Pier One“ einen Neubau auf bis zu 180 Stützen ins Wasser bauen und außerdem die drei Landzungen Spedition-, Kessel- und Weizenmühlenstraße mit Brücken verbinden. Mit diesem Entwurf muss er sich nun ebenfalls bewerben.

Teil des Wettbewerbs ist derweil auch die Erstellung eines Konzeptes für einen Stadtstrand zwischen Kessel- und Speditionstraße. Dieser Standort war von der Politik stets für einen Strand nach dem Vorbild von „Monkey’s Island“ favorisiert worden. Bis es im Hafen soweit ist, soll Düsseldorf schon im kommenden Jahr gleich drei Stadtstrände an anderen Orten bekommen: am Robert-Lehr- und am Tonhallenufer sowie auf der Wiese vor dem Kit. Start an den Standorten soll im März kommenden Jahres sein. Mit den Konzepten eines entsprechenden Wettbewerbs dafür beschäftigte sich der Planungsausschuss am Mittwoch ebenfalls – wegen Beratungsbedarfs wurde das Thema allerdings vertagt.

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