Düsseldorf: Pläne für das Lörick-Karree werden im Juni vorgestellt

Düsseldorf : Pläne für das Lörick-Karree werden im Juni vorgestellt

Lörick-Karree, Flüchtlingsdorf und Fluglärm - drei Punkte auf der Tagesordnung der Hauptversammlung des Löricker Bürgervereins sorgten dafür, dass kein Platz im Philippussaal leer blieb. Den Auftakt machte Andreas Eisele, Eigentümer des "Lörick-Karrees", der aus München angereist war und über den Stand der Umbaupläne für das Einkaufszentrum informierte. "Der Architektenwettbewerb ist gestartet", sagt er, froh über die Entwicklung. Fünf Büros seien beauftragt worden, Pläne zu entwerfen und dabei Einzelhandel, Dienstleistungen (Schwerpunkt ärztliche Versorgung) und generationsübergreifendes Wohnen zu berücksichtigen.

Das Preisgericht tagt am 11. Juni, und am 13. Juni soll das Siegermodell gemeinsam mit den anderen Entwürfen im ehemaligen Supermarkt vorgestellt werden. "Im Rahmen eines Sommerfestes", sagt Eisele in Erinnerung an das erste Treffen 2014, bei dem sich Investor, Anwohner und Geschäftsleute zum Meinungsaustausch getroffen hatten. Für Überraschung sorgte seine Ankündigung: "Beim Sommerfest 2018 können wir dann den ersten Bauabschnitt in Betrieb nehmen." Vorsitzender Horst Seidenberg wertete das Konzept als "Riesenchance". "Das hätten wir uns vor zwei Jahren nicht träumen lassen."

Damit gab er das Wort an Bezirksvorsteher Rolf Tups weiter, der angesichts der großen Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge, die im September nach Lörick kommen, um Geduld bat. "Wir wissen noch nicht, woher sie kommen." Wichtig sei ihm Nachhaltigkeit, "denn die Menschen werden länger bei uns bleiben." Einmal hingehen genüge nicht.

Tups sprach auch in seiner Eigenschaft als Mitglied des Flughafen-Aufsichtsrates über den Fluglärm und reagierte damit auf die Sorge, dass sich die Flugbewegungen erhöhen könnten und für Lörick mehr Lärm zu erwarten sei. "Wir wissen noch nicht, ob es so kommen wird", sagte er. "Wir müssen den Ministerentscheid abwarten."

(RP)
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