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Pilotstrecke für ÖPNV-Beschleunigung in Düsseldorf-Pempelfort

Straßen in Düsseldorf : Pilotstrecke für ÖPNV-Beschleunigung in Pempelfort

Da auf der engen Derendorfer Straße Falschparker häufig die Linie 704 aufhalten, sollen dort jetzt einige Parkplätze wegfallen. Stattdessen können an den Stellen 29 neue Fahrradbügel platziert werden.

Die Straßenbahn wird in Düsseldorf oftmals durch Falschparker ausgebremst. Auf der Derendorfer Straße wurde in der Bezirksvertretung 1 jetzt ein Pilotprojekt zur Beschleunigung des ÖPNV durch eine „optimierte Parkraummarkierung“ auf den Weg gebracht, damit die Linie 704 in Zukunft besser durchkommt.

Im Rahmen einer Untersuchung zu Ursachen für Verspätungen von Bussen und Bahnen hat die Rheinbahn festgestellt, dass sich insbesondere in engeren Straßenräumen Verlustzeiten durch Falschparker häufen, da die Bahnen ständig abbremsen müssen oder ihnen gar komplett die Weiterfahrt versperrt bleibt. Die Linie 704 ist im Verlauf der Derendorfer Straße zwischen Düsselthaler Straße und Carl-Mosterts-Platz besonders betroffen. Im Rahmen einer Analyse ergaben sich allein im zweiten Halbjahr 2019 bei circa 34.000 Fahrten mehr als 26.000 Störhalte, die oftmals durch Falschparker verursacht wurden. Hierdurch waren Fahrzeuge der Linie 704 außerhalb von Haltestellen in der Summe für fast 200 Stunden zum Stillstand gezwungen. Daher wurden für die Derendorfer Straße von Verwaltung und Rheinbahn Lösungsansätze diskutiert, wie diese Verlustzeiten mit möglichst einfachen Mitteln reduziert werden können.

Das Ergebnis dieser Planungsphase ist ein Konzept, das sich vor allem auf den vorhandenen Parkraums konzentriert. Hierbei wurde insbesondere die zur Verfügung stehende Breite der Parkplätze überprüft. Im Ergebnis müssen künftig zehn Stellplätze entfallen, da diese nicht über eine ausreichende Breite oder Länge verfügen. Stattdessen können 29 neue Fahrradabstellmöglichkeiten errichtet werden, an einigen Stellen werden auch Poller gesetzt.

Die Begrenzung des Parkraums soll im Rahmen dieser Maßnahme weiterhin durch eine gut sichtbare Markierung erkennbar gemacht werden. Diese Markierung dient Straßenbahnfahrern so künftig auch zur besseren Orientierung, ob Fahrzeuge „richtig“ in den Parkbuchten abgestellt wurden. Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich auf etwa 30.000 Euro.