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Perseiden 2020: Hier sind die Sternschnuppen in Düsseldorf zu sehen

Die Perseiden kommen : Wo man in Düsseldorf besonders gut Sternschnuppen schauen kann

Alljährlich ungefähr Mitte August haben Romantiker und Hobby-Astronomen besonders gute Chancen in Düsseldorf, einen Blick auf die Perseiden zu werfen. Freie Felder sind dafür die besten Standorte.

Wer bei der großen Liebe auf die Hilfe der Sterne hofft, sollte sich die Nacht vom 11. auf den 12. August im Kalender rot anstreichen. Denn in dieser Nacht ist Wünschen angesagt. Jedenfalls für alle, die fest an die besondere Rolle der Sternschnuppen bei der Wunscherfüllung glauben.

„Mitte August erreichen alljährlich die Perseiden ihren Höhepunkt, bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde können rund um den 12. August in Sichtweite eines Menschen in die Atmosphäre eintreten und verglühen“, sagt Rolf Werder. Der 49-Jährige arbeitet bei den Düsseldorfer Stadtwerken und ist leidenschaftlicher Hobby-Astronom.

Und weil Düsseldorf keine eigene Sternwarte mehr hat, engagiert er sich mit Gleichgesinnten aus der Landeshauptstadt und dem Kreis Mettmann an der Sternwarte in Erkrath-Hochdahl. „Je dunkler es ist und je freier die Sicht desto größer stehen in der kommenden Woche die Chancen, einige der verglühenden Reste aus dem Schweif des Kometen ,109 T Swift Tuttle’ zu erblicken“, sagt Werder.

Doch genau da beginnt für die im Licht ertrinkenden Landeshauptstädter das Problem. Der Flughafen im Norden, die City, die Industrie rund um Reisholz und Holthausen: All das verschlechtert die Chancen, etwas von der besonderen Magie des Meteorstroms mitzubekommen. „Je weniger Lichtquellen in unmittelbarer Nähe desto besser“, bringt es Udo Siepmann, früherer Geschäftsführer der Düsseldorfer Industrie- und Handelskammer, auf den Punkt.

„Wer nicht in die Nord-Eifel oder ins Hochsauerland fahren kann, hat trotzdem gute Chancen, die Perseiden zu sehen“, sagt der Hobby-Astronom, der sich in der Sternwarte in Essen-Schuir engagiert. Düsseldorfern empfiehlt er das Gelände hinter dem Gerresheimer Friedhof, die Urdenbacher Kämpe an der Grenze zu Monheim-Baumberg und die Felder in Hamm und Volmerswerth. „Favorit für alle, die das Himmelsspektakel im Stadtgebiet erleben wollen, ist das Areal östlich von Gerresheim, weil es auf einer Anhöhe liegt“, ergänzt Werder.

Und an was müssen Fans der „Tränen des Laurentius“ (so benannt nach dem gleichnamigen Heiligen), die vom Himmel fallen, sonst noch denken? Der Mond geht am 12. August um 0.12 Uhr, am 13. um 0.36 Uhr und am 14. um 1.06 Uhr auf. Sein Licht überstrahlt dann die schwächeren der Sternschnuppen. Doch immerhin ist der Mond in diesem Jahr zur Perseiden-Zeit ein abnehmender.

Der Experte empfiehlt in jedem Fall, einen Liegestuhl mitzunehmen. „Wer zu lange in den Himmel starrt, bekommt sonst Nackenschmerzen.“

Und wohin am Himmel sollen Wünschende schauen? „Man muss das Sternenbild Perseus suchen, das sich nahe der Kassiopeia befindet“, sagt Andreas Schmidt von der Sternwarte in Erkrath. Bei der Orientierung helfen kann die Software Stellarium. Sie berücksichtigt die „Wanderung“ der Sternbilder. Fürs Smartphone gibt es zahlreiche Apps, die bei der nächtlichen Himmelsbeobachtung Orientierung liefern, etwa Star Walk, verfügbar für Android und Apples iOS.

Übrigens: Ist es in einer Nacht bewölkt, müssen Sternengucker nicht verzagen. „Die Tage vor und nach dem 12. August bieten ebenfalls sehr gute Aussichten“, sagt Rolf Werder.