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Düsseldorf: Pempelfort ist Unfallschwerpunkt

Düsseldorf : Pempelfort ist Unfallschwerpunkt

Im Stadtbezirk 1 (Innenstadt, Derendorf, Pempelfort, Golzheim) gab es 2014 rund 70 Unfälle mehr als noch im Jahr zuvor. Bei insgesamt 540 davon kamen Personen zu Schaden (2013: 495).

Auffällig: Allein in Pempelfort stieg die Zahl der Unfälle im genannten Zeitraum um 21 auf 483 an, die der verletzten Personen bei Unfällen von 107 auf 159. Bedenklich: Die Anzahl verletzter Kinder (28 statt 14 in 2014) ist ebenso angestiegen wie die der Senioren (262 statt 222). Pempelfort und die Stadtmitte sind dabei besonders betroffen. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 82 Schwerverletzte im Stadtbezirk 1.

Das sind Erkenntnisse aus dem Sicherheitslagebericht für die Polizeiinspektionen Mitte und Nord, der in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 vorgestellt wurde. Dass die Polizei eine ansteigende Tendenz bei der Fahrerflucht verzeichnet hat, vor allem in der Stadtmitte, beunruhigt Jürgen Bielor, Leiter der Polizeiinspektion Mitte, aber nur bedingt: "Da es zumeist Zeugen gibt, ist die Aufklärungsquote relativ hoch." Kritisch zu sehen ist Zahl der Radfahrer, die in der Stadtmitte in einen Unfall verwickelt waren (192 statt 155): "In 40 Prozent aller Fälle liegt bei den Radfahrer aber eigenes Fehlverhalten vor", so Bielor.

Entspannung sieht die Polizei bei den Unfallschwerpunkten im Gebiet des Stadtbezirks 1. Einzig die Kreuzung Schadow-/Jacobistraße/Wehrhahn sei - bedingt durch die Arbeiten an der Wehrhahnlinie - negativ in Erscheinung getreten. Keinen direkten Handlungsbedarf sieht Bielor hingegen bei der Kreuzung Klever-/Rossstraße, obwohl dort zuletzt mehrfach Autofahrer mit Straßenbahnen kollidierten. Die Definition der Polizei sieht aber vor, dass mindestens drei Unfälle mit identischem Hergang pro Jahr vorliegen müssen, bevor von einem Unfallschwerpunkt die Rede sein kann. Die drei beschriebenen Unfälle in Pempelfort ereigneten sich jedoch nicht innerhalb eines Jahres. Rund um den Worringer Platz wiederum hätte das Aufstellen ergänzender Verkehrszeichen Früchte getragen.

Erfreulich: Die Kriminalität ist im Stadtbezirk 1 rückläufig: von 26 800 Straftaten in 2013 auf 25 600. In der Altstadt zum Beispiel ist die Straßenkriminalität um 20 Prozent zurückgegangen, die Anzahl der Taschendiebstähle sank von 3067 auf 2383 Delikte. Auch bei den Wohnungseinbrüchen (373 in 2014 statt 397) ist die Entwicklung positiv. "Die Trendwende ist geschafft", sagt Bielor.

Der Wermutstropfen: Pempelfort und zum Teil auch Derendorf zeigen eine andere Entwicklung. So ist die Zahl der Wohnungseinbrüche hier gestiegen - von 126 auf 148. "Allerdings hat sich das im laufenden Jahr schon wieder etwas relativiert", beschwichtigt Bielor.

Zu den Vorfällen rund um den Alten Hafen in der Altstadt mit randalierenden und Alkohol trinkenden Jugendlichen hat Jürgen Bielor eine ganz eigene Meinung: "Wir sind dort inzwischen deutlich präsenter, die Zahl der Beschwerden ist zurückgegangen. Jene, die sich nach wie vor beschweren, sind vor allem Anwohner mit Individualinteressen."

Eine Übersicht der Unfallschwerpunkte 2014 in Düsseldorf finden Sie hier.

Hier geht es zur Infostrecke: Düsseldorf: Das sind die Unfallschwerpunkte 2014

(RP)