Streik am Flughafen: Passagierkontrolleure streiken am Flughafen

Streik am Flughafen : Passagierkontrolleure streiken am Flughafen

Ein Streik der Fluggastkontrolleure hat am Dienstag zu Verzögerungen bei Abflügen und Umsteigern am Düsseldorfer Flughafen geführt. Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte privater Sicherheitsdienstleister an mehreren deutschen Flughäfen zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen. In Düsseldorf war zwischen 4 Uhr und 7 Uhr die Fluggastkontrolle betroffen.

"Durch die Streiks kam es im Schnitt zu Verzögerungen von 20 Minuten", sagte Flughafensprecher Christian Hinkel auf RP-Anfrage. In Einzelfällen kam es allerdings auch zu Verzögerungen von bis zu einer Stunde.

Betroffen waren die Personenkontrollstellen, die nicht durchgängig, sondern nur temporär bestreikt wurden. Dort nehmen die Mitarbeiter der Sicherheitsfirmen im Auftrag der Polizei die vorgeschriebenen Personenkontrollen vor.

Die zweite Verhandlungsrunde für einen Manteltarifvertrag im Sicherheitsbereich "Aviation" war am Freitag ohne Ergebnis geblieben. Verdi fordert einheitliche Arbeitsbedingungen an allen Flughäfen und mehr Sicherheit für die Arbeitsplätze. Bisher werden laut Verdi vielfach befristete Arbeitsverträge für zwei Jahre abgeschlossen. "Teilzeitbeschäftigung bei gleichzeitiger Anhäufung von Überstunden ist bei den privaten Sicherheitsdienstleistern an der Tagesordnung.

So sind am Düsseldorfer Flughafen von rund 600 Beschäftigten im Bereich der Fluggastkontrolle circa 450 Teilzeitbeschäftigte", teilte Verdi mit. Gleichzeitig würden bei der Bordkartenkontrolle und beim Sicherheitscheck der Flughafenbeschäftigten Zwölf-Stunden-Schichten gefahren. Die drastischen Maßnahmen seien nicht nachvollziehbar, sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDSW, Harald Olschok. Die Gewerkschaft solle in der nächsten Verhandlungsrunde am 27. Juli konstruktive Vorschläge machen, anstatt "unschuldige Passagiere" zu schädigen.

(RP)