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Parteien in Düsseldorf beklagen Zerstörung von Wahlplakaten

Kommunalwahl in Düsseldorf : Parteien beklagen Zerstörung von Wahlplakaten

Die Parteien berichten bereits von ersten Beschädigungen von Wahlplakaten. Die CDU hat es im Norden besonders hart getroffen: Unbekannte haben die Gesichter der abgebildeten Kandidaten ausgeschnitten.

Seit Freitag hängen die Wahlplakate – und die Parteien beklagen bereits den ersten Vandalismus. Besonders hart hat es die CDU im Norden der Stadt getroffen. Unbekannte haben die vier Köpfe des Teams für Kaiserswerth aus einem Großplakat ausgeschnitten. Die Partei hat Anzeige erstattet, der Staatsschutz ermittelt.

Außerdem seien kleinere Plakate abgerissen worden, berichtet Benedict Stieber, einer der Politiker, die auf dem Großplakat zu sehen waren. Er spricht mit Blick auf die ausgeschnittenen Köpfe von einer „neuen Qualität“. Er betont, es handele sich bei den Betroffenen um ehrenamtlich tätige Kommunalpolitiker. „Wir alle engagieren uns ehrenamtlich mit vollem Herzblut und Leidenschaft“, sagt er. Deshalb gestaltete und finanziere man auch die Plakate. „Dass diesem Engagement durch blanke Zerstörung begegnet wird, lässt einen da nur staunen.“

Die CDU berichtet von einem weiteren Vandalismus-Fall am Carlsplatz. Dort seien zwei Plakate mit dem Konterfei von Oberbürgermeister-Kandidat Stephan Keller zerschnitten worden. Von der Tat gebe es ein Video, auf dem die Täter gut erkennbar seien. Die CDU hofft daher auf eine schnelle Aufklärung.

Auch die FDP berichtet von Vandalismus in Kaiswerswerth. Ein größeres Plakat sei beschmiert worden. „Wer so etwas macht, ist einfach nur blöd“, meint Kreisparteichefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Von SPD und Grünen heißt es, bislang seien noch keine Fälle gesichtet worden. Alle Parteien gehen aber davon aus, dass weitere Beschädigungen zu beklagen sind. Bei vergangenen Wahlen hatte es teilweise enorme Schäden gegeben. Die Parteien werben mit tausenden Plakaten im Straßenraum, seit Freitag ist das gesetzlich erlaubt; es gilt eine Sechs-Wochen-Frist zur Kommunalwahl. Für die Parteien sind die Plakate eine der größten finanziellen Investitionen im Wahlkampf, dazu kommt das Engagement der Parteimitglieder beim Aufhängen. Entsprechend groß ist der Frust über Beschädigungen.

Über die hat sich die Düsseldorfer AfD noch nicht ärgern müssen – sie hat bislang noch keine Plakate aufgehängt. „Das wäre vergeudet“, meint Kreisparteichefin Uta Opelt. Es sei noch lange hin bis zu Wahl, und die Plakate der AfD würden häufig abgehängt oder beschmiert. Der Kreisverband will sich intern abstimmen, wann die Plakate gehängt werden. Bei der Wahl am 13. September werden der Stadtrat, die Bezirksvertretungen und der Integrationsrat neu besetzt. Dazu kommt die Direktwahl des Oberbürgermeisters, die wegen der Machtfülle des Amtes als bedeutende Richtungsentscheidung gilt.