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Parkraumkonzept für Düsseldorf in der Diskussion

Parken in Düsseldorf : Patt bei Parkraumkonzept in der Bezirksvertretung 1

In der Bezirksvertretung 1 gab es für die für Beschlussvorlage der Stadt keine Mehrheit. Ziel ist es, die Parkraumbewirtschaftung auszudehnen und beispielsweise auch Golzheim einzubeziehen.

Die Stadt will das kostenlose Parken im öffentlichen Raum einschränken und lässt daher ein Konzept für ein Parkraummanagement erstellen. Wie das funktionieren könnte, das stellt die Verwaltung gerade in den einzelnen Bezirksvertretungen vor, und das Abstimmungsverhalten ist dabei höchst unterschiedlich. In der Bezirksvertretung 1 gab es jetzt ein Patt, Rot-Rot-Grün fand die Beschlussvorlage gut, CDU und FDP lehnten sie ab. Eine Entscheidung obliegt nun dem Verkehrsausschuss, der am 5. Juni tagt. Wie Thomas Großheinrich vom Amt für Verkehrsmanagement erklärte, geht es um eine Ausweitung von Anwohnerparkzonen verbunden mit einer verstärkten Gebührenerhebung (statt Parkscheibenregelung). Das bedeutet im Stadtbezirk 1, in dem in der Innenstadt ohnehin fast überall fürs Parken gezahlt werden muss, dass nun auch der „weiße Fleck“ Golzheim (etwa die Rolandstraße) verstärkt ins Visier genommen werden soll.

Sebastian Rehne (FDP) lehnt das Konzept ab, „denn damit werden keine neuen Parkplätze geschaffen, es fallen vielmehr weitere weg“. Gerade in Stadtteilen wie Pempelfort oder Derendorf sei der Parkdruck hoch, würden am späten Abend bislang „halblegal“ parkende Autos zumindest geduldet, sofern sie nicht wirklich die Verkehrssicherheit beeinträchtigten. Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner (SPD) findet jedenfalls die formulierten Ziele schon mal gut – nämlich den knappen Parkraum, der zur Verfügung steht, für die zu reservieren, die dort wohnen. Bestes Beispiel sei das Sprinter-Werk in Derendorf, wo sich Anwohner regelmäßig beschweren würden, weil Schichtarbeiter ihre Parkplätze blockierten. „Dabei verfügt Mercedes über 3700 Parkplätze für Mitarbeiter, die Strecken bis zum Werk sind den Betroffenen aber oft zu weit“, hat Spillner erfahren. Annette Klinke (Grüne) begrüßte das Konzept, sie störte sich zudem an dem Wort „halblegal“ im Zusammenhang mit Parkplätzen: „Das ist so wie ,halbschwanger’“.

André Simon (CDU) hält das Konzept dagegen für nicht zustimmungswürdig, „es gibt keine straßenscharfe Differenzierung, keine Angaben, wie viele Anwohner betroffen sind. So ist das nicht die richtige Lösung.“