Stammhaus rentiert sich nicht mehr: Palatini schließt und erweitert

Stammhaus rentiert sich nicht mehr : Palatini schließt und erweitert

Das Jahr endet für die Familie Palatini eher traurig. Zwar haben sie ihr Eiscafé in den Schadow Arkaden von 100 auf 200 Quadratmeter erweitert. Doch ihr Stammhaus an der Graf-Adolf-Straße 24 werden sie Ende Dezember schließen. "Es rentiert sich einfach nicht mehr", sagt Roberto Palatini, und es ist ihm anzumerken, dass er geknickt ist. Er hatte schon als Jugendlicher in den Ferien dort gearbeitet. "Natürlich geben wir den Standort ungern auf - aber irgendwann muss man auf die Zahlen gucken. Der Laden ist schon seit Jahren eine Belastung."

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p class="text">Grund für die mageren Zahlen ist laut Roberto Palatini die mangelnde Laufkundschaft an der Graf-Adolf-Straße. Die fehle, seit das Residenz-Kino geschlossen ist. "Damals hat es stark nachgelassen mit Gästen, die zufällig vorbeikommen." Da hilft es auch nicht, dass Palatini-Eis bekannt und beliebt ist. "Eis essen ist eine spontane Angelegenheit", begründet Palatini. "Man kommt beim Einkaufen oder nach dem Kino am Eiscafé vorbei und sagt sich: Ach, gehen wir doch mal rein." Zwischen 300 und 800 Schleckermäuler kommen täglich ins Café an der Graf-Adolf-Straße. "In den Schadow Arkaden sind es locker doppelt so viele", sagt Palatini.

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p class="text">Daher sei dieser Standort günstiger. Wo früher das Internet-Café war, stehen nun Tische und Stühle im Eiscafé-Stil. Auch Parken sei für die Kunden einfacher in den Schadow Arkaden. "Wer auf der Graf-Adolf-Straße erst eine halbe Stunde nach einem Parkplatz sucht, der hat doch keine Lust mehr." Dennoch tut es Roberto Palatini gerade um die Stammkunden leid. "Wir hoffen natürlich, dass wir viele von ihnen mitnehmen können in die Schadow Arkaden."

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p class="text">Rechnen muss der Italiener auch bei der Eisproduktion. Vor zwei Monaten hat die Firma die Herstellung der mehr als 42 Sorten Eis von der Morsestraße nach Schwalmtal in die Nähe von Viersen verlegt. Eine 1500 Quadratmeter große Halle in Düsseldorf zu mieten, saß finanziell nicht mehr drin. "Heutzutage gehen so viele Firmen kaputt, da muss man aufpassen und scharf kalkulieren", so Palatini.

In den Schadow Arkaden ist nun mehr Platz für Eis-Schleckermäuler. RP-Foto: Esser

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