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OSD-Kontrollen Düsseldorf: Shisha-Bar mit hoher CO-Konzentration stellt Warnmelder ab

OSD-Kontrollen in Düsseldorf : Shisha-Bar mit hoher CO-Konzentration stellt Warnmelder ab

Kontrolleure des OSD stellten am Wochenende in einer Shisha-Bar erhöhte Kohlenmonoxid-Werte fest, die Betreiber hatten die Warnmelder jedoch abgestellt. Auch verstießen zahlreiche Lokale wieder gegen die Corona-Regeln.

Freitag gegen Mitternacht musste die Freitreppe am Burgplatz wiederholt durch den OSD mit Unterstützung der Polizei geräumt und gesperrt werden. Ebenso wurden auf der Kurze Straße um 0.40 Uhr gemeinsam mit der Polizei eine große Menschenansammlung aufgelöst.

Zudem stellten OSD-Streifen bei mehreren Gaststättenbetrieben im Hafen einen Terrassenausschank nach 2 Uhr fest, der untersagt wurde. In einem Betrieb mussten die Gäste daraufhin das Lokal verlassen, da im Inneren kein Platz mehr war.

Im weiteren Verlauf der Nacht zu Samstag wurde zudem eine Shisha-Bar mit Blick auf die Coronaschutzverordnung kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass die Kundenkontaktdaten fehlerhaft oder nicht vollständig geführt wurden und auch kein Desinfektionsmittel vorhanden war.

Darüber hinaus fehlten neben einem Raumplan die vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen den Tischen. Dazu kamen noch mehrere Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz.

Im Bereich der Zubereitung der Shishas löste der CO-Melder (Kohlenmonoxid) des Betriebes mehrfach aus. Im Gastraum waren die CO-Melder hingegen ausgestellt. Aufgrund erhöhter CO-Werte wurden daraufhin zwischen 50 und 60 Personen durch die Einsatzkräfte aus dem Betrieb gebeten und der Betrieb anschließend versiegelt.

Tagsüber am Freitag stellte der OSD außerdem in verschiedenen Gewerbebetrieben (Friseurladen, Paketshop) Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung fest. Entsprechende Anzeigen werden geschrieben.

Am Elbsee trafen Kontrolleure auf mehrere hundert Menschen, die sich verbotswidrig im dortigen Naturschutzgebiet aufhielten, grillten, laute Musik hörten und im See schwammen. Insgesamt konnten 50 Verstöße gegen das Landesnaturschutzgesetz festgestellt werden. In allen Fällen wurden die Personalien aufgenommen. Es werden Ordnungswidrigkeitenverfahren durch die zuständige Untere Naturschutzbehörde eingeleitet.

In 23 der 50 Fälle wurde das Naturschutzgebiet in einem durch einen Zaun abgesperrten Bereich betreten, wodurch strafrechtliche Tatbestände erfüllt wurden. In diesen Fällen wird die Einleitung von Strafverfahren geprüft.

Am Samstagabend stand die Altstadt mit zahlreichen Kontrollen im Fokus. Dabei musste die Freitreppe um 23.55 Uhr erneut geräumt werden, 25 Minuten später auch die Kurze Straße. In einem Club an der Bolkerstraße forderte der DJ bei Betreten des Betriebes die Gäste über Mikrofon auf, sich sofort an die Tische zu setzen, „das Ordnungsamt kommt“.

Die Einsatzkräfte konnten noch vereinzelt tanzende Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung an den Tischen und in den Gängen antreffen. Auch die Abstandsregelung bei der Tischanordnung wurden ebenso wie Hygienevorschriften beim Shisha-Konsum nicht eingehalten.

Flächendesinfektionsmittel und die geforderte Raumskizze fehlten zudem. Weiter wurden Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz festgestellt. Entsprechende Verfahren wurden eingeleitet.

Anschließend wurde eine Cocktailbar in der Altstadt kontrolliert. Hier konnten sieben tanzende Gäste angetroffen werden, deren Kontaktdaten nicht vollständig geführt wurden. Da der Betrieb in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefallen war, wurde er geschlossen.

Nach einem Hinweis auf den Verdacht von Prostitution kontrollierte eine Streife um 4.10 Uhr einen Betrieb an der Oberhausener Straße. Zwar bestätigte sich der Verdacht nicht, allerdings ergaben sich zahlreiche Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung.

Mehrere Gäste trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung, und im Wellnessbereich gab es keinerlei Maßnahmen zur Sicherung des Mindestabstands. Eine Kontaktliste fehlte ebenfalls.

Tagsüber stellten Einsatzkräfte bei einer Kontrolle eines chinesischen Restaurants fest, dass weitestgehend keine der vorgegebenen Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen eingehalten wurden. Zudem war der Notausgang mit Möbeln zugestellt. In der Küche stellten die Dienstkräfte erhebliche Hygiene-Missstände fest. Die Küche war verunreinigt, Sushi wurde ungekühlt im Flur gelagert.

Die Einsatzkräfte des OSD untersagten den weiteren Betrieb und räumten eine Frist zur Beseitigung der angetroffenen Mängel bis zum Abend ein. Bei der angekündigten Nachkontrolle waren die Mängel schließlich beseitigt.

(csr)