Sorge vor rechter Unterwanderung Organisatorin meldet „Fridays gegen Altersarmut“ in Düsseldorf ab

Düsseldorf · Eine der beiden Mahnwachen am Freitag wird nicht stattfinden. Die Anmelderin ist besorgt wegen des Interesses von rechten Gruppen. Auch die Düsseldorfer Republikaner bewerben die Demonstration inzwischen. Die andere Mahnwache ist nicht betroffen.

 Altersarmut (Symbolbild) bewegt viele Menschen. Die Bewegung „Fridays gegen Altersamut“ steht aber wegen möglicher rechter Unterwanderung in der Kritik.

Altersarmut (Symbolbild) bewegt viele Menschen. Die Bewegung „Fridays gegen Altersamut“ steht aber wegen möglicher rechter Unterwanderung in der Kritik.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Die für diesen Freitag geplante Mahnwache gegen Altersarmut auf dem Schadowplatz ist abgesagt. Dies teilte die Anmelderin, die ihren Namen nicht in den Medien lesen will, unserer Redaktion mit. Sie begründet den Schritt mit ihrem „Eindruck, dass Rechte die Mahnwache als Plattform benutzen wollen“. Die Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ steht bundesweit wegen einer möglichen Unterwanderung durch rechte Gruppen in der Kritik. Die Polizei konnte am späten Montagnachmittag die Abmeldung der Demonstration noch nicht bestätigen.

Nachdem eine Facebook-Gruppe mit dem Titel bereits mehr als 300.000 Mitglieder hat, sind für verschiedene Städte die Mahnwachen angemeldet. Inzwischen ruft auch der Düsseldorfer Verband der rechten Partei Die Republikaner zum Besuch auf. Auch der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hatte die Bewegung gelobt. Die Anmelderin der Mahnwache am Schadowplatz hatte wiederholt betont, dass es ihr um den Protest gegen das Problem der Altersarmut gehe und sie nicht gemeinsame Sache mit Rechtsradikalen machen will. Sie sagt auch, sie habe Angst vor einem Aufeinandertreffen von rechten und linken Gruppen, das angesichts von vielen älteren Besuchern besonders gefährlich werden könnte.

Die andere Mahnwache an der Liesegangstraße ist nicht betroffen. Deren Anmelder, der Düsseldorfer Ratsherr Ulrich Wlecke, sagt, er wisse nichts von Aufrufen rechter Gruppen. „Damit habe ich nichts zu tun.“ Die Absage der anderen Demonstration sei „sehr bedauerlich“, sagt Wlecke, der für die AfD in den Stadtrat gewählt worden ist, die Partei aber inzwischen verlassen hat.

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