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Düsseldorf: Ordnungsamt geht gegen Schrotträder in den Stadtteilen vor

Düsseldorf : Ordnungsamt geht gegen Schrotträder in den Stadtteilen vor

1179 Schrotträder hat der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) im vergangenen Jahr in der Landeshauptstadt eingesammelt und größtenteils vernichten lassen. Nun droht Rädern in Stadtteilen wie Friedrichstadt ein ähnliches Schicksal.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamts haben dort rote Zettel an Fahrrädern angebracht, die im Verdacht stehen, dass der frühere Eigentümer sich nicht mehr dafür interessiert. Als wichtige Anzeichen gelten dicke Staubschichten, viel Schmutz oder das Fehlen eines Schlosses.

Auf den roten Zetteln setzt das Ordnungsamt dem Besitzer eine Frist (in der Regel vier Wochen) und fordert ihn auf, das Rad zu entfernen. Nach Ablauf der vier Wochen wird das Rad als herrenlos betrachtet und eingesammelt. Gefährte, die nur noch Schrottwert haben, bringen die Mitarbeiter des Ordnungsamts in die Vernichtung zur Awista. Die Räder, mit denen ein anderer Bürger noch etwas anfangen kann, kommen zunächst ins Fundbüro — und werden dort nach Ablauf der dort geltenden gesetzlichen Pflicht versteigert. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre gehen nur wenige der mit roten Zetteln markierten Räder diesen Weg.

Der OSD kontrolliert und verteilt die roten Zettel jeweils in ein bis zwei Stadtteilen. Zunächst sammelt das Amt eine Reihe von Hinweisen aus der Bevölkerung und arbeitet diese dann systematisch ab. Teil der Aktion ist es auch, die herrenlosen Räder zu fotografieren — was bei Menschen, die im Fundbüro nachhören und von ihrem schönen Rad schwärmen, bisweilen zu ernüchternden An- und Einsichten führt.

(hdf)