Open-Air-Kino Düsseldorf: Kukulies steigt nach 18 Jahren als Organisator aus

Sommer-Event in Düsseldorf : Kukulies steigt nach 18 Jahren bei Open-Air-Kino aus

Das Kino am Rheinufer wird seit 2018 von der städtischen Eventtochter D.Live veranstaltet. Der langjährige Organisator Sven Kukulies war zuletzt als Berater eingebunden. Das Kino soll auch künftig in gewohnter Form stattfinden.

Kukulies zieht sich aus der Planung des Events zurück. Der Stadttochter D.Live, die seit zwei Jahren das traditionsreiche Kino veranstaltet, hat er mitgeteilt, dass er für eine Beratertätigkeit in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung steht. „Ich habe diese Entscheidung in Ruhe und nicht nur aus einer Emotion heraus getroffen“, sagt er auf Anfrage dazu. „Ich habe beschlossen, mein Baby jetzt loszulassen – für mich beginnt eine ganz neue Ära.“

Kukulies hatte das Kino, das alljährlich für einen Monat im Rheinpark aufgebaut wird, seit 2002 organisiert, seit 2009 auch als Veranstalter. Im Sommer 2018 war dann bekanntgeworden, dass die städtische Eventtochter D.Live neuer Veranstalter wird, Kukulies blieb als Projektleiter an Bord.

Über die Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren äußert der 51-Jährige sich freundlich zurückhaltend: „Aber natürlich hatte man dort auch eigene Ideen und einen eigenen Stil.“ Auch in diesem Jahr hatte eine Beratertätigkeit für Kukulies im Raum gestanden – in der geplanten Form wollte er sie jedoch nicht mehr wahrnehmen.

D.Live-Chef Michael Brill sagt auf Anfrage, man habe sehr gern mit Kukulies gearbeitet: „Er ist ein guter Typ, wir hatten eine gute Zeit.“ Auch er sagt aber, man habe als Unternehmen natürlich einige Themen anders aufgestellt. Das Kino selbst, versichert er, solle unter der personellen Veränderung nicht leiden.

Dem Thema Open-Air-Kinos will auch Sven Kukulies weiter treu bleiben, unter anderem als Mitglied in deren Verband, „dann eben ohne eigenes Kino“.

Wie es darüber hinaus beruflich für ihn weitergeht, will er ganz in Ruhe entscheiden, Ideen habe er reichlich, sagt er, aber noch keine bereits so konkretisiert, dass sie spruchreif wäre. „Das könnte aber sehr schnell passieren – und wenn nicht, dann mache ich eine Weile Event-Pause und konzentriere mich auf meine Zeitraffer-Filme.“ Die bietet er mit seinem Unternehmen Kukulies & Kollegen an und hat schon zahlreiche Messen und Großbaustellen auf diese Weise dokumentiert.

Und vielleicht, überlegt er, könnte er in diesem ersten Jahr ohne Kino seit langem auch mal wieder in den Sommerurlaub fahren. „Das habe ich seit 17 Jahren nicht mehr gemacht.“