Düsseldorf: Olympia wäre ein Gewinn

Düsseldorf: Olympia wäre ein Gewinn

Kurz nach dem Grand Départ der Tour de France kommt es einem komisch vor, dass die Stadt gerade erst ihre Bewerbung als Spielort der Fußball-Europameisterschaft abgegeben hat und nun auch bei Olympia-Träumen an Rhein und Ruhr mitmischt. Aber gemach mit der Kritik, es gebe wohl nichts anderes mehr in dieser Stadt zu tun, als sich um große Sportereignisse zu bemühen.

Die beiden Großevents finden innerhalb der nächsten 15 Jahre statt: die Fußball-Euro 2024, die Olympischen Spiele 2032. Bei der Euro war Bewerbungsschluss, bei Olympia läuft die Diskussion seit Monaten, die Landesregierung will das Thema nun anpacken - also muss man sich dazu äußern. Während die Investitionen in die Arena für die Euro mit 3,5 Millionen Euro vergleichsweise gering wären und auch der Fortuna nützten, geht es bei Olympia ums große Ganze. Das ganze Land würde unter anderem profitieren, weil große Infrastrukturprojekte auch durch Bundesmittel mitfinanziert würden. Schon die Olympia-Bewerbung unter Düsseldorfer Führung im vorigen Jahrzehnt war gelungen, sich nun wieder zu engagieren, wäre gut. Welche Rolle die Stadt am Ende spielen könnte, ist noch offen. Eine Chance ist Olympia allemal.

uwe-jens.ruhnau @rheinische-post.de

(ujr)