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Offener Brief von Umwelt ins Zentrum wendet sich an Politik

Umwelthaus Düsseldorf : Initiative „Umwelt ins Zentrum“ appelliert an die Politik

Das Umwelthaus steht auf der Kippe – wegen mangelnder Finanzierungsaussichten. Die Initiative Umwelt ins Zentrum wendet sich daher an die Politik und hat bereits zwei Immobilien im Blick.

Seit Ende Oktober sind die Hoffnungen der Initiative Umwelt ins Zentrum auf ein gemeinsames Umwelthaus inmitten der Stadt deutlich geschrumpft. Jetzt  wandten sich die beteiligten Vereine und Verbände mit einem offenen Brief an die Stadtratsfraktionen. Darin wird die Idee und Entwicklung noch einmal betont: „Das „UiZ“ kann ein Leuchtturm für die Stadt Düsseldorf und ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität und für mehr Nachhaltigkeit sein.“ Viele potentielle Standorte kämen zwar nicht in Frage, allerdings stünden zwei Objekte in der näheren Auswahl, heißt es in dem Schreiben.

Dabei handelt es sich um die „Herzogenterrassen“, also das ehemalige Gebäude der WestLB, und das ehemalige Karstadt Sport. Beide hätten durchaus Potential, zu einem Umwelthaus umgewandelt zu werden, wenngleich das WestLB-Gebäude für die Bedürfnisse eigentlich zu groß sei. Studien und erste Pläne seien hierzu von Architekten bereits gemacht, wie Stephan Kadelke, Mitglied des Projektbeirates, berichtet.

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Die Initiatoren rechnen weiterhin mit einer Summe von 600.000 Euro, dafür sieht aber Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) keine Mehrheit bei entsprechenden Haushaltsanträgen. Wie bereits berichtet, könne sich die Stadt derzeit eher eine kleine Lösung mit 200.000 bis 300.000 Euro Finanzierung pro Jahr vorstellen – womit dann aber die großen Verbände und Vereine nicht mehr Teil des UiZ wären. Das lehnt die Initiative in ihrem offenen Brief jedoch strikt ab.

Nun hoffen die am UiZ beteiligten Vereine und Verbände mit ihrem Appell die Politiker und Politikerinnen fraktionsübergreifend für sich gewinnen zu können. „Ohne passende Finanzierung können wir uns keine der beiden Optionen mehr offen halten“, resümiert Kadelke.

Von den Parteien kam auf Anfrage unserer Redaktion bislang nur wenig Resonanz. Einzig die Sprecherin der Linken schrieb: „Das Gelingen der Klimawende hängt nicht davon ab, dass die Umweltorganisationen in einem repräsentativen Gebäude im Stadtzentrum arbeiten.“ Trotzdem müssten geeignete Räume gefunden und auch städtisch gefördert werden. Wenn es günstiger ginge als mit den ursprünglich vorgesehenen 600.000 Euro jährlich, solle die Stadt das eingesparte Geld direkt in Umweltprojekte investieren, so die Sprecherin. Die Grünen haben direkt mit dem UiZ Kontakt aufgenommen werden. In der Antwort gehen die Fraktionssprecher Angela Hebeler und Norbert Czerwinski auf die Vor- und Nachteile der möglicherweise anmietbaren Objekte ein. Insgesamt halten sie jedoch an den Plänen weiterhin fest: „Wir setzen uns für die Realisierung nach Kräften ein.“