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"Occupy Düsseldorf": Occupy positioniert sich fürs Jahr 2012

"Occupy Düsseldorf" : Occupy positioniert sich fürs Jahr 2012

"Bis hier her und nicht weiter!" - so lautet die Überschrift über dem neuen Manifest der Düsseldorfer Occupy-Bewegung. Nach monatelangen Diskussionen haben sich die Protestler, die seit Oktober in dem Camp auf dem Martin-Luther-Platz ausharren, mit diesem Manifest auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Auf einer Pressekonferenz stellten zwei Anhänger der Bewegung das Schriftstück vor und gaben einen Ausblick in die Zukunft des Camps.

"Wir haben uns von den Manifest der Camps in Hamburg und Frankfurt inspirieren lassen, und in unserem Schriftstück festgehalten, wer "Occupy Düsseldorf" ist und was wir wollen", erklärt Frank Grenda. Das Schriftstück soll das Ziel der Bewegung definieren, das nicht geringer ist, als die Veränderung der Gesellschaft: "Unser Anliegen ist es, die Menschen in unserer Umgebung zu motivieren, mutig und beherzt die Herausforderung eines lang andauernden, stetigen Wandels mit allen Höhen und Tiefen anzunehmen", steht es geschrieben.

Gemeinsam sollen Strategien und Lösungen gesucht werden, "die frei von Feindbildern und frei von allem menschenverachtendem Gedankengut sind". Gleichzeitig macht Occupy jedoch deutlich, keine fertigen Lösungen liefern zu können und nimmt stattdessen alle Bürger Düsseldorf in die Pflicht, sich für Veränderungen einzusetzen.

Eben dazu will "Occupy Düsseldorf" den Menschen auch 2012 die Möglichkeit geben und weiterhin mit Demonstrationen auf sich aufmerksam machen. Unter dem Motto "Was stört dich? - Wieso bist du hier?" rufen die Protestler am Samstag, 14. Januar, ab 14 Uhr, zu einer Bürgerversammlung vor dem Düsseldorfer Rathaus auf. Am Sonntag, 15. Januar, wollen die Occupy-Anhänger vor dem Landtag für echte Demokratie demonstrieren.

"Bei unserer Demonstration vor dem Rathaus wird jeder die Gelegenheit haben, über ein Mikrofon darüber zu sprechen, was ihn in Stadt und Land stört", erklärt Frank Grenda. "Am Sonntag treffen wir uns um 14 Uhr vor dem DGB Haus an der Friedrich-Ebert-Straße und ziehen von dort aus zum Landtag. Das Motto der Demonstration lautet "Echte Demokratie ist ein Menschenrecht."

Wer "Occupy Düsseldorf" unterstützen will, muss nicht unbedingt sein Zelt neben der Johanneskirche aufschlagen, sondern kann nun auch direkt an den Förderverein "Occupy Düsseldorf" spenden. "Damit wollen wir Materialien für das Camp, aber auch Flyer und Broschüren bezahlen", erklärt Frank Grenda.

Im Frühling rechnen die Protestler derweil mit Zuwachs im Camp, denn mit den Temperaturen soll auch die Begeisterung an Occupy wieder steigen. Mehr Informationen im Internet unter www.occupyduesseldorf.de

(anch)