Düsseldorf: Oberbilker Markt wird endlich umgebaut

Düsseldorf: Oberbilker Markt wird endlich umgebaut

Der Oberbilker Markt gewinnt an Bedeutung. Mit Inbetriebnahme des neuen Justizzentrums liege es "im besonderen Interesse der Landeshauptstadt", die Umbaupläne für den Platz zu "konkretisieren".

So steht es in der Bauherrenvorlage, mit der die Bezirksvertretung 3 Dienstag den Planungsauftrag offiziell an die Verwaltung gibt. Schon 2011 soll der Umbau beginnen. Die erste Stufe läuft bereits: Die Straßenbahnhaltestellen an der Kruppstraße werden um einige Meter an die Werdener Straße verlegt.

Oberbilker Bürger hatten sich vor anderthalb Jahren engagiert an einer Ideenbörse für den Marktplatz beteiligt. Auf deren Grundlage ist das Konzept entstanden, das nun umgesetzt werden soll. Vorgesehen ist, sämtliche Freiflächen (vor dem Gerichtsgebäude, Gehwege an Krupp- und Werdener Straße, Markt- und Puschkinplatz) sollen eine einheitliche, anthrazitfarbene Oberfläche erhalten. In die sollen beleuchtete, so genannte Zettelkästen eingelassen werden. Künstler Oliver Gather wird diese Leucht-Elemente mit wechselnden Zitaten beschriften, die er bei Gesprächen mit Nutzern des Marktplatzes notiert hat.

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Der Wochenmarkt soll vom hinteren auf den vorderen Bereich des Platzes verlegt werden. Künftig sollen dort bloß noch mobile Stände erlaubt sein — zurzeit dominiert ein "Dauerparker" den Platz unter den Bäumen, der künftig eine Spielfläche sein soll. Ein dort geplantes Spielobjekt soll nicht bloß die Kinder daran erinnern, dass dort auf der Eisenstraße eine historische Bahnstrecke verlief.

Den von der Bezirksvertretung angeregten Abriss des Kiosks hat die Verwaltung vertagt: Der Laden ist noch für vier Jahre verpachtet, eine Entschädigung wäre zu teuer. Das von der BV gewünschte Café an dieser Stelle soll deshalb erst in einem späteren Bauabschnitt folgen.

(RP)