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Düsseldorf: OB im Dialog mit Religionen

Düsseldorf : OB im Dialog mit Religionen

Nach vielen wirtschaftlichen und politischen Terminen endete die erste Dienstreise von OB Dirk Elbers in die Türkei mit religiösem Austausch, "beeindruckenden Persönlichkeiten und beeindruckenden Gebäuden", wie der Rathaus-Chef anschließend betonte.

Auf dem Programm stand ein Treffen mit dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., mit einem Besuch der Georgskathedrale. Der Patriarch von Konstantinopel ist das geistliche Oberhaupt von mehr als 300 Millionen orthodoxen Christen weltweit und ist unter den Patriarchen "primus inter pares" (Erster unter Gleichen). Zu seinen Aufgaben gehört auch, die Annäherung mit der römisch-katholischen Kirche und den interreligiösen Dialog weltweit zu fördern. Elbers sprach mit ihm lange über die Situation der orthodoxen Christen in der Türkei, von denen es etwa 2500 gibt.

Elbers mit Ishak Kizilaslan, dem Imam der Sultan Ahmed Moschee, bekannt als Blaue Moschee Foto: Stadt Düsseldorf

Das Patriarchat ist vor allem besorgt, weil der Nachwuchs fehlt. Seit einem Gerichtsurteil 1971 ist die Ausbildungsstätte für orthodoxe Geistliche auf einer Insel vor Istanbul geschlossen. Das wird nach einer aktuellen Entscheidung so bleiben, was Elbers bedauerte.

Vor dem Rückflug besuchte er gestern Vormittag die Sultan Ahmed Moschee (Blaue Moschee) und hatte auch dort ein offenes Gespräch mit dem Imam, Ishak Kizilaslan. Elbers berichtete von der wachsenden Bedeutung muslimischer Gemeinden in Deutschland und betonte die Notwendigkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen.

(dr)