Wohnungsmarkt: OB Elbers: „Kein Wohnungsnotstand“

Wohnungsmarkt : OB Elbers: „Kein Wohnungsnotstand“

Wohnen in Düsseldorf ist häufig teuer. Jedenfalls im Vergleich zum Ruhrgebiet oder den ländlichen Ecken des nahen Niederrheins. Besonders junge Paare und Familien machten das am Sonntag auf der Immobilien-Messe zum Thema.

"Obwohl wir Doppel-Verdiener sind und gerne in der Stadt bleiben würden, überlegen wir, ins Umland auszuweichen", sagen ein Banker (34) und eine Controllerin (31), die bald bauen wollen. Auf offene Ohren stoßen sie am Stand des Rings Deutscher Makler (RDM). Jörg Schnorrenberger, RDM-Vorsitzender im Bezirk Düsseldorf, fordert eine Quote für öffentlich geförderten Wohnraum. "Jeder, der hier baut, sollte verpflichtet werden, anderswo im Stadtgebiet solche günstigen Wohnungen zu errichten oder alternativ in einen Topf Geld einzuzahlen, aus dem geförderte Immobilien quer subventioniert werden", sagt der Makler. In Hamburg und München laufe das so, "warum nicht auch in Düsseldorf?"

Oberbürgermeister Dirk Elbers warnt vor einer "allzu emotionalen Debatte. Ich sehe nicht, dass es in Düsseldorf Wohnungsnotstand gibt". Das zeige unter anderem ein genauer Blick auf die aktuelle Leerstandsquote und die Häufigkeit von Wohnungswechseln in der Stadt. Dass sich Menschen im etwas günstigeren Umland umschauen, findet der Verwaltungschef "völlig normal. Ein Wohnungsmarkt, wie der Düsseldorfer kann nicht auf das Stadtgebiet allein beschränkt bleiben. Es ist selbstverständlich, hier in regionalen Kategorien zu denken."

(jj)
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