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OB-Dialog mit Thomas Geisel in Düsseltal

Bürgerdialog in Düsseldorf : Was die Düsseltaler vom OB wünschen

Bei der 32. Ausgabe des OB-Dialogs war Thomas Geisel am Dienstagabend in Düsseltal unterwegs. Es ging unter anderem um den Straßenverkehr, die Gänse im Zoopark und die ehemaligen Rethelstraßen-Bordelle.

Fast pünktlich ist Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) an der Paulusschule, wo schon viele Menschen warten. Ein bisschen hat er sich verquatscht beim Rundgang durch den Stadtteil, musste an der Sushi-Theke im Supermarkt an der Rethelstraße halten, wo er einen Bekannten entdeckte. Ein paar Meter weiter stoppte er in der Bäckerei Cölven. „Hier wird noch alles handgemacht“, sagte Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke, die ihn mit Bezirksbürgermeister Uwe Wagner durch das Viertel führte. Eine Nussecke gab es auf die Hand, dann bewunderte Geisel noch die Milchzähne einer Einjährigen auf dem Schillerplatz, bevor er sich den Fragen der Bürger beim 32. OB-Dialog stellt.

Bänke Die Bürger haben viele Anregungen für Geisel. Zum Beispiel, dass Bänke fehlen. Das ist für Geisel nicht neu, auch aus anderen Bezirken ist diese Beschwerde immer wieder zu hören. Dafür sei das 1000-Bänke-Programm verabschiedet worden, „das arbeiten wir jetzt ab“, sagt Geisel. Dass es Kritik an den Liegen im Zoopark gibt, weil sie keine Armlehnen haben, versteht der OB nicht. „Wir können ja auch mal was für Junge machen.“

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Geschwindigkeit Zurück zu Tempo 50 auf der Lindemannstraße wünschen sich die einen, die nichts vom Pilotversuch halten. Tempo 30 für die Rethelstraße wünschen sich die anderen. Durch die neue Ampel gebe es Staus. Wenn das Signal auf Grün springe, drückten die Autofahrer aufs Gas. Da müsste etwas geändert werden, sagt auch der OB, der aber schwarz sieht bei Tempo 30 für die Rethelstraße. Die Rheinbahn würde sich wehren.

ÖPNV Dass die 708 nur noch alle 20 Minuten zum Hauptbahnhof fährt, abends und am Wochenende gar nicht, können die Düsseltaler nicht verstehen. „Wie kann man nur auf die Idee kommen, ein ganzes Viertel vom Hauptbahnhof abzuschneiden in Zeiten der Verkehrswende?“, fragt eine Bürgerin. Ein Recht auf eine solche Anbindung gebe es nicht, Geisel verweist auf die Vorteile der Wehrhahnlinie. Für die Frau ist das nicht die Lösung. „Durch die Wehrhahnhlinie gibt es viele Gewinner, in Düsseltal ist marginal eine Verschlechterung zu sehen“, findet Geisel. Dringend müsste der S-Bahnhof Zoo in Angriff genommen werden, „der ist verlottert und beschmiert“, sagt eine Frau, die Geisel auffordert, auf die Bahn einzuwirken.

Zoopark Der Dreck der Gänse vor allem im Zoopark macht eine Bürgerin wütend, „der ist nicht mehr auszuhalten“, sagt sie. Auf der Wiese will niemand liegen. Da kann Geisel nur zustimmen. Aber: Man müsse behutsam mit dem Thema umgehen, man könne nicht die Krokodile aus dem Aquazoo auslagern in den Zoopark.

Leerstand Das Mehrfamilienhaus an der Achenbachstraße und die Rethelstraßen-Bordelle verkommen seit Jahren. So beschreiben Nachbarn den Zustand der Immobilien. Da es sich nicht um städtische Liegenschaften handelt, seien ihm die Hände gebunden, sagt Geisel. „In der Stadt gibt es offenbar Eigentümer, die ihre Grundstücke liegenlassen“. Gefallen würde ihm das nicht. „Das ist ein asoziales Verhalten“, sagt Geisel.