Verkehr in Düsseldorf: Nur die Fußgänger sind zufrieden

Verkehr in Düsseldorf: Nur die Fußgänger sind zufrieden

Der ADAC hat untersucht, wie zufrieden die Menschen mit dem Verkehr in Düsseldorf sind - und kommt zu einem mäßigen Ergebnis: Bei Autos auf dem vierten, bei Nahverkehr auf dem dritten Platz - von hinten. Ein Überblick über Kritikpunkte und ein bisschen Lob.

Bei Auto- und Radfahrern sowie den Nutzern von Bus und Bahn landet die NRW-Landeshauptstadt im hinteren Mittelfeld der Rangliste. Einzig die Fußgänger vergeben viele gute Noten. Im Gesamtergebnis belegt Düsseldorf Platz neun. Die Ursachen für dieses Abschneiden im Überblick:

Fußgänger Rang vier in diesem Teil-Index beutet Düsseldorfs einzig gutes Ergebnis in der Studie "Mobil in der Stadt". Das Lob ist dafür dann gleich flächendeckend: Sowohl die Einwohner als auch die Besucher sprechen geben vielfach die Note 1 oder 2, zudem überwiegen bei fast allen Fragstellungen die guten Werte die schlechten deutlich. Fußgänger in Düsseldorf schätzen die direkten Verbindungen, die Zahl der gesicherten Stellen, an denen sie die Straße überqueren können, die Breite und den Zustand der Gehwege sowie die Kürze der Zeit, die sie an Ampeln warten müssen. Die einzigen Kritikpunkte: Entlang der Gehwege fehlen Sitzmöglichkeiten, und Radfahrer verhalten sich nicht ordentlich.

Autofahrer Erste gute Nachricht: Hamburg, Köln, Berlin und Stuttgart schneiden bei den Pkw-Nutzern noch schlechter ab als Düsseldorf. Zweite und dritte gute Nachrichten: Eine ordentliche Anzahl guter Noten gaben die Befragten für die Schilder und das Parkleitsystem. Weitere gute Nachrichten: Fehlanzeige. Es wird reichlich kritisiert: Die Parkgebühren erscheinen mehr als der Hälfte der Autoabsteller zu hoch. Parkplätze - sowohl in der Innenstadt als auch im weiteren Sinne rund um die eigene Wohnung - sind Mangelware. Das Baustellenmanagement erhält viele Fünfen und Sechs. Auch deshalb kritisieren die Autofahrer, dass sie zu oft nicht zur geplanten Zeit an ihrem Zielort ankommen. Schließlich scheint es auf Düsseldorfs Straßen ruppig zuzugehen, denn das Verhalten anderer Autofahrer und vieler Radfahrer missfällt jeweils einem Drittel der Befragten.

Nahverkehrsnutzer Zwiespältig fällt die Studie für die Rheinbahn aus. Sie erhält zwar viele gute Noten, aber selbst die bundesweit und von sich selbst verspotteten Berliner Verkehrsbetriebe landen noch vor dem hiesigen Betreiber von Bus und Bahn. Die Kritikpunkte, die zu Platz zwölf für Düsseldorf geführt haben, sind Folgende: Die Befragten empfinden die Fahrkarten-Preise vielfach als zu hoch, das Tarifsystem bemängeln sie als unverständlich, und ihnen fehlen vielfach Parkplätze an den Bahnhöfen. Auch die Informationspolitik bei Störungen erscheint im größeren Stile verbesserungsbedürftig. Auf der anderen Seite schätzen die Fahrgäste die direkten Verbindungen, die Dichte der Haltestellen und die relativ kurzen Wege beim Umsteigen.

Radfahrer Während bei den anderen Verkehrsmitteln Einwohner und Einpendler/Besucher stets sehr ähnliche Meinungsbilder erzeugten, gibt es beim Radfahren deutliche Unterschiede. Der zweiten Gruppe der Befragten gefällt Düsseldorf in dieser Hinsicht besser, das sorgte dann immerhin noch für den zehnten Platz unter den 15 größten deutschen Städten. Den Radfahrern gefällt weder das Netz noch die Breite vieler Radwege, eine Folge dessen sind die vielfach genannten Konflikte mit Auto- oder anderen Radfahrern. Trotzdem gab jeweils mehr als ein Drittel der Befragten an, Ziele zuverlässig zur geplanten Zeit zu erreichen sowie mit der Direktheit der Wege und den Wartezeiten an den Ampeln zufrieden zu sein.

(hdf)