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Düsseldorf: Nur Autos mit grüner Plakette dürfen ab 1. Juli in die Umweltzone

Düsseldorf : Nur Autos mit grüner Plakette dürfen ab 1. Juli in die Umweltzone

Die Zeit wird knapp für Autobesitzer, die noch Dieselfahrzeuge mit einer gelben Plakette besitzen. Denn in einem Monat, ab 1. Juli 2014, ist für sie die Umweltzone Sperrgebiet. Von diesem Zeitpunkt dürfen nur noch Autos mit grüner Plakette in diese Zone fahren.

Das sehen die Regelungen für die Luftreinhaltung vor, die die Bezirksregierung erlassen hat. Die Verschärfung trifft nicht nur Düsseldorf, sondern alle Großstädten in NRW.

Ziel der Verschärfung ist eine bessere Luft. Die Belastung mit Feinstaub und mit Stickstoffdioxid, die als gesundheitsgefährdend gelten, soll vermindert werden. "Untersuchungen des Landesumweltamtes sprechen von einem positiven Effekt bei Feinstaub und in geringem Maße auch für Stickstoffdioxid", sagt der Leiter des Düsseldorfer Umweltamtes, Klaus von Zahn.

Vor allem Handwerker und Industrie-Unternehmen sind von der neuen Regelung betroffen. Denn sie haben noch viele Diesel-Fahrzeuge mit gelber Plakette. Insgesamt sind in Düsseldorf rund 15 000 Fahrzeuge mit gelber Plakette zugelassen, etwa 3100 sind Lkw, so von Zahn.

Aber einen starken Protest gegen die Verschärfung verzeichnen Handwerkskammer und Industrie und Handelskammer (IHK) nicht. "Das Verbot für die gelbe Plakette ist seit Angang 2013 bekannt, viele Unternehmen haben sich darauf eingestellt", sagt Oliver Neuhoff, Verkehrsdezernent der IHK. Sie hätten inzwischen in neue Fahrzeuge investiert oder die Motoren nachrüsten lassen. "Das ist für manche Fahrzeugtypen allerdings teuer", so Neuhoff. Aber an den neuen Bestimmungen sei nicht zu rütteln: "Die Grundsatzdiskussion über den Sinn der Umweltzone ist abgeschlossen und sie wird durchgesetzt." Es spiele keine Rolle, dass die IHK weiterhin ihre Zweifel an dem Nutzen habe.

Auch viele Handwerksbetriebe haben ihre Fahrzeuge umgerüstet, weiß die Verkehrsexpertin der Handwerkskammer, Andrea Raddatz. Es gebe zudem eine Reihe von Ausnahmegenehmigungen bei Härtefällen. 212 Anträge dafür sind in diesem Jahr bei der Stadt bewilligt worden, erklärt von Zahn.

(RP)