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Notlandung in Düsseldorf: Germanwings sucht Ursache für Rauch im Cockpit

Nach Notlandung in Düsseldorf : Germanwings sucht Ursache für Rauch im Cockpit

Nachdem am Montagabend ein Airbus A319 von Germanwings am Düsseldorfer Flughafen notlanden musste, weil die Piloten Rauch im Cockpit gemeldet hatten, sucht die Airline weiter nach der Ursache.

"Endgültig können wir darüber noch keine Auskunft geben", sagte ein Sprecher der Airline auf Anfrage unserer Redaktion am Dienstag. In solchen Fällen sei aber meist ein elektrisches Bauteil, das durchschmort, für die Rauchentwicklung verantwortlich. Techniker würden das Flugzeug jetzt untersuchen.

 Aus einem anderen Flugzeug sah Guy Lin in der Nacht zu Dienstag den Feuerwehreinsatz am Rollfeld.
Aus einem anderen Flugzeug sah Guy Lin in der Nacht zu Dienstag den Feuerwehreinsatz am Rollfeld. Foto: Guy Lin

Die Ermittlungen laufen laut Sprecher gemeinsam mit den Behörden, darunter auch das Luftfahrtbundesamt. "Es geht darum, aus dem Vorfall zu lernen und mögliche Muster zu erkennen - beispielsweise, ob ein solcher Fehler auch bei anderen Flugzeugen dieses Typs auftreten kann." Wann die Ermittlungen abgeschlossen sein werden, konnte der Sprecher nicht absehen.

Der Airbus A319 mit der Kennung D-AGWA war am Montagabend mit der Flugnummer 4U 9023 auf dem Weg von Dresden nach Düsseldorf. Während des Landeanflugs haben die Piloten dann Rauch im Cockpit festgestellt und sich dafür entschieden, möglichst bald zu landen.

Daraufhin wurde die Notlandung am Düsseldorfer Airport eingeleitet. Neben der Flughafenfeuerwehr war auch die Düsseldorfer Feuerwehr vor Ort. Vorsorglich mit schwerem Atemschutzgerät ausgestattet gingen die Feuerwehrleute in die Kabine, führten die Passagiere über die Treppe aus dem Flugzeug.

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Bei dichterem Rauch wäre auch die Notrutschen eingesetzt worden, doch dazu habe kein Anlass bestanden, bestätigt die Feuerwehr. In der Kabine sei lediglich leichter Rauchgeruch wahrnehmbar gewesen.

 Die Notlandung ging glimpflich aus: Verletzt wurde niemand.
Die Notlandung ging glimpflich aus: Verletzt wurde niemand. Foto: Guy Lin

Verletzt wurde niemand, laut dem Sprecher der Airline bestand auch zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die 142 Passagiere oder die fünf Crew-Mitglieder, darunter die beiden Piloten.

Bei einer Notlandung bekommt das betroffene Flugzeug eine besonders hohe Priorität zugewiesen, noch höher, als bei einer sogenannten Sicherheitslandung. Wie häufig so etwas bei den Maschinen von Eurowings bzw. Germanwings vorkommt, konnte der Sprecher auf Nachfrage nicht sagen. "Technische Geräte sind fehleranfällig, auch wenn sie in einem Flugzeug mehrfach verbaut sind. So etwas kommt bei uns aber nicht häufiger vor als bei anderen Airlines auch", sagte der Sprecher.

Die Maschine ist derzeit offenbar nicht im Einsatz. "Wir federn den Ausfall mit unseren eigenen Reserven ab", sagte der Eurowings-Sprecher weiter, auch wenn das für eine "Neuausrichtung der Flotteneinsatzplanung" sorge.

Ein medizinischer Notfall an Bord eines anderen Germanwings-Flugzeugs auf dem Weg nach Faro sorgte unterdessen am Dienstag für eine Zwischenlandung in Bordeaux.

(hebu/sg)