Prominente Unterstützung: New York und Düsseldorf bei Stoschek

Prominente Unterstützung : New York und Düsseldorf bei Stoschek

Über gleich mehrfache prominente Unterstützung konnte sich Donnerstagnachmittag die Kunstsammlerin Julia Stoschek in ihrem Oberkasseler Ausstellungshaus freuen: Vertreter des renommierten New Yorker Museum of Modern Art (MoMA), die mit der 34-Jährigen eine Schau in Düsseldorf vorbereiten, sowie OB Dirk Elbers und sein Planungsdezernent Gregor Bonin, die mit Stoschek wegen der geplanten Bebauung im benachbarten Belsenpark nach Kompromissen suchen, waren gekommen. Bei den Gesprächen ebenfalls dabei: Stoscheks Lebensgefährte, der renommierte Fotograf Andreas Gursky.

Kathy Halbreich, stellvertretende MoMA-Direktorin, zeigte sich begeistert von Stoscheks Haus, in dem die Sammlerin auf zwei Stockwerken vor allem mediale Kunst präsentiert und das sie jeden Samstag gratis für Besucher öffnet. "Ich glaube, jede Stadt hätte gerne solch ein Haus, da stimmt alles: die Kunst, das Umfeld, die Architektur", so Halbreich.

Stoscheks Objekt baue auf die Historie Düsseldorfs als Stadt berühmter Künstler auf. "Für mich ist das seit den 80er Jahren wieder Anlass, wegen Kunst nach Düsseldorf zu kommen." Dem stimmte auch Klaus Biesenbach zu, Chefkurator am MoMA — "nur hätte ich gerne mehr von Julia in New York". Stoschek ist nämlich Mitglied der Ankaufkommission der MoMA-Medienabteilung.

OB Elbers zeigte sich nach dem Gespräch zuversichtlich, dass die Sammlerin und Vivico, der Investor, der den Belsenpark bauen will, zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung kommen. Stoschek hat die Sorge, dass ihr Ausstellungshaus durch die gegenüber geplanten rund 20 Meter hohen Gebäude "eingebaut" werden könnte.

Laut Elbers habe man zwei, drei Varianten durchdiskutiert, die denkbar seien. "Wir sind einen Schritt weitergekommen, aber noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis." Damit rechne er in den nächsten zwei Wochen. "Aber beide Seiten müssen sich ein wenig bewegen."

(RP)
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