Umbau des Huma-Einkaufsparks: Neuss: Noch ein Laden-Center

Umbau des Huma-Einkaufsparks: Neuss: Noch ein Laden-Center

Unmittelbar an der Stadtgrenze wollen die Nachbarn aus dem veralteten Huma-Einkaufspark einen modernen Shopping-Tempel machen. Die geplanten Neuss Arcaden von mfi in der City stehen dagegen auf der Kippe.

Seitdem der Bilker-Arcaden-Planer mfi bekannt gab, auch in der Neusser City ein ähnliches Einkaufszentrum bauen zu wollen, ist der Düsseldorfer Einzelhandel angesichts dieser wachsenden Konkurrenz alarmiert. Jetzt aber sieht es so aus, also ob sich die Lage in Neuss völlig anders entwickelt - denn nun ist von einem weiteren neuen Einkaufzentrum die Rede: Den rund 30 Jahre alten Huma-Einkaufspark unterhalb der Kardinal-Frings-Brücke unmittelbar an der Stadtgrenze zu Düsseldorf will man zu einem modernen Shopping-Tempel mit rund 40000 qm Fläche umbauen. 130 Läden sollen dort unterkommen.

Jedoch wird es immer unwahrscheinlicher, dass mfi in der Neusser City tatsächlich seine Neuss-Arcaden bauen kann. Es gibt zwar eine Zusage des Neusser Stadtrates zu diesem Projekt, vor allem die CDU-Fraktion hatte die Idee von mfi unterstützt. Inzwischen gelten die Verhandlungen mit einigen der insgesamt 13 Grundstückseigentümern in Neuss als festgefahren. Jedenfalls geht man davon aus, dass mfi die vom Rat gesetzte Frist von neun Monaten, in denen die Grundstücksfrage geklärt sein sollte, nicht einhalten kann. Im Februar wird sich der Neusser Rat erneut mit dem Thema beschäftigen.

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Das Neusser Projekt hatte mfi in Düsseldorf einigen Ärger eingebracht. Die Essener hatten bereits in Bilk den Zuschlag, als sie bekannt gaben, in Neuss (keine zehn Kilometer Luftlinie entfernt) ein ähnliches Zentrum errichten zu wollen. Düsseldorfer Geschäftsleute, mehrheitlich eh gegen das Riesen-Centrum in Bilk, fühlten sich von mfi regelrecht hintergangen. Denn mfi hatte im Vorfeld, als es in Düsseldorf heftigen Streit um das Projekt Bilker Arcaden gab, stets betont, das neue Centrum in Bilk werde dem hiesigen Einzelhandel nicht schaden, weil es vor allem Kaufkraft aus dem Umland (auch aus Neuss) abziehe. An dieser Aussage hatte es ohnehin schon erhebliche Zweifel gegeben. Als nun ausgerechnet mfi erklärte, dort ein konkurrierendes Zentrum bauen zu wollen, das diese Kaufkraft dort ja binden würde, sah man sich in seinem Misstrauen gegenüber mfi bestätigt.

Als sicher gilt dagegen der komplette Umbau des Huma-Einkaufsparks. Dort führt das Hamburger Unternehmen ECE die Regie - deutscher Marktführer in Planung und Realisierung von Einkaufszentren. Ziel der gründlichen Sanierung ist es, das Fachmarktkonzept zu verlassen und ein Shopping-Center mit einem breiten Angebot zu errichten. Noch 2008 will man anfangen, Geldgeber ist eine Schweizer Gesellschaft. Die Verhandlungen mit potenziellen Mieter sind bereits im Gange, hieß es.

(RP)