Neugestaltung der Friedrichstraße in Düsseldorf: Bürger können mitreden

Pläne für Düsseldorf: Mitreden bei der Friedrichstraße

Die Pläne zur Oberflächengestaltung von Bilk bis in die Düsseldorfer City stehen. In einem Info-Mobil am Graf-Adolf-Platz erklären Experten Details.

Seit 2016 ist die Wehrhahn-Linie inzwischen in Betrieb. Nun geht die Gestaltung der Oberfläche rund um die Friedrichstraße weiter: In einem Info-Mobil stellt die Stadt Pläne vor und nimmt Anregungen auf. Die wichtigsten Infos im Überblick:

An der neuen Friedrichstraße gibt es an den Seiten Multifunktionsflächen, einen Radweg und eine breite Fahrspur für Autos. Foto: Ing.-Büro Dipl. Ing. H. Vössing GmbH

Was wird umgestaltet?

Die Straßen, auf denen vor Inbetriebnahme der U-Bahn die Straßenbahnen aus Bilk in die Innenstadt und umgekehrt gefahren sind. Das sind Friedrich- und Elisabethstraße sowie Breite- und Kasernenstraße.

Was ist geplant?

Alle Straßen werden umgestaltet, besonders im Fokus der Öffentlichkeit steht aber die Friedrichstraße. Durch die Baustellen hat die Einkaufsstraße gelitten. Die Umgestaltung soll sie attraktiver machen. Bäume werden gepflanzt, zudem werden die Bürgersteige auf beiden Seiten zu breiten Multifunktionsflächen. Sie bieten Platz für Gastronomie, Lieferanten und parkende Autos. "Auch drei Plätze werden auf der Strecke umgestaltet: Kirch-, Graf-Adolf- und Heinrich-Heine-Platz", sagt Planungsdezernentin Cornelia Zuschke. Kosten für das Großprojekt: 30 Millionen Euro.

Wie ist der Stand der Planungen?

Nach einem mehrstufigen Moderationsverfahren mit Bürgerbeteiligung stehen die Pläne nun. Wie sie konkret aussehen, darüber informiert die Stadt ab sofort mit einem Info-Mobil auf dem Graf-Adolf-Platz. Das steht dort bis einschließlich 14. April und ist montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Am Dienstag, 10. April, lädt die Stadt ab 18 Uhr ins Stadtteilzentrum Bilk, Bachstraße 145, ein. An diesem Tag schließt das Info-Mobil um 16 Uhr. "Bürger können dann Anregungen geben", sagt Zuschke, betont aber auch: "Das ist die Feinplanung." Um Grundsätze gehe es nicht mehr.

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Was ist mit dem Radweg?

2,50 Meter sind die Radfahrstreifen breit, die seit 2016 auf der Friedrich- und Elisabethstraße getestet werden und ein Vorbild für den Ausbau des Radwegenetzes sind. Sie haben sich laut Stadt bewährt: Einer Untersuchung der Uni Wuppertal zufolge hat sich die Zahl der Radfahrer verdreifacht, teilweise sogar versiebenfacht. Die Radfahrstreifen bleiben also.

Was ist mit der Kreuzung Friedrich- und Herzogstraße?

Sie ist laut Polizei ein Unfallschwerpunkt. Grund ist eine verwirrende Führung der Spuren, die durch Falschparker noch unübersichtlicher wird. Das will die Stadt bis Mai ändern: Es soll statt zwei nur noch eine Geradeausspur geben, damit es zu keinen Unfällen beim falschen Spurwechsel kommt. Der Radweg wird zudem vom Rand zwischen Rechtsabbieger und Geradeausspur verlegt.

Wann beginnt dann die Umgestaltung?

Das dauert noch, unter anderem, weil Kanalarbeiten nötig sind. Die Dezernentin rechnet Ende 2019 mit Beginn des ersten Bauabschnitts von Luisen- bis Herzogstraße.

(lai)