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Düsseldorf: Neues Konzept für Kalkumer Gaststätte

Düsseldorf : Neues Konzept für Kalkumer Gaststätte

"Meyer & Freemann", das einzige Restaurant in Kalkum, wird umfassend umgebaut. Ein neuer Pächter will dort eine moderne internationale Küche anbieten und Veranstaltungen durchführen.

Streitigkeiten mit Mietern hatten den Umbau zeitweilig verzögert, doch nun wird die umfassende Sanierung des Restaurants "Meyer & Freemann" fortgesetzt. Anbauten wurden bereits abgerissen, da sich die Bausubstanz als zu schlecht herausgestellt hat. Nur das alte historische Haupthaus bleibt erhalten, bekommt aber auch ein neues Innenleben und einen neuen, zweigeschossigen Anbau. Darin werden die Küche, Toiletten, Personalräume und ein Saal untergebracht. Wenn nun keine Verzögerungen mehr auftreten, könnte die Gaststätte bereits im kommenden Mai eröffnen.

Pächter ist dann Ciro Colella, der zuletzt das Restaurant im Malkasten geführt hat. "Wir haben uns für ihn entschieden, da er ein Profi ist, eine gute Küche präsentiert, eine große Gastronomie führen kann und gute Mitarbeiter mitbringt", sagt Jörg Doppstadt. Er ist mit seinen beiden Brüdern seit drei Jahren Eigentümer des Gebäudes. Zudem betreiben die Doppstadts einen Getränkegroßhandel, und sie sind Besitzer des beliebten Ausfluglokals Auermühle in Ratingen.

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Der Fortbestand von "Meyer & Freemann" ist für die Kalkumer besonders wichtig, da es die einzige Gaststätte im Stadtteil ist und damit einer der wenigen Treffpunkte im Dorf, in dem ansonsten die moderne Infrastruktur nur wenig ausgeprägt ist - Geschäfte, Kioske, Tankstellen, Schulen usw. fehlen. Deswegen stößt das neue Konzept von Ciro Colella auf ein großes Interesse, denn dieser plant, auch einen kleinen Außerhausverkauf einzuführen. Bereits ab 7 Uhr sollen Kunden dort frische Backwaren aber auch andere Artikel wie Zeitungen, frischen Obstsalat, Säfte, belegte Brote oder Kaffee-to-go erwerben können. "Wer will, kann dann bei uns aber auch frühstücken", sagt Colella. Mittags plant er eine wechselnde Mittagskarte im Bistro-Bereich mit seinen 50 Plätzen. Am frühen Abend wird dann das Restaurant öffnen. "Ich möchte eine moderne Düsseldorfer Küche mit internationalem Einfluss anbieten", sagt der neue Pächter.

Der Gastronom will aber auch Veranstaltungen nach Kalkum holen. Neben privaten Feiern wie Geburtstage oder Hochzeiten sollen künftig auch öffentliche Angebote wie Ausstellungen, Konzerte oder Public-Viewing durchgeführt werden. "Mein Ziel ist es, ein kommunikativer und kulinarischer Anlaufpunkt zu sein", sagt Colella. Platz genug ist dafür bald vorhanden. Ein großer Saal mit 170 Plätzen und Dachterrasse, ein Kaminzimmer mit 50 Plätzen, ein Terrassenzimmer mit 80 Plätzen und der bereits umfassend sanierte Biergarten, der Platz für 400 Personen bietet, stehen dann bereit.

Auch der Name des Traditionslokals wird sich ändern. Der jetzige Name leitet sich von der Gastwirtsfamilie Freemann ab, die von 1895 bis in die 1960er Jahre die Wirtschaft unter dem Namen "Westfälischer Hof" führte. Der Name Meyer kam 1990 von einem neuen Pächter hinzu. Jetzt wird das Meyer aber wieder verschwinden und nur "Freemann" wird übrig bleiben. "Freemann ist im ganzen Düsseldorfer Norden bekannt und bleibt deshalb erhalten", sagt Colella.

(RP)