1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Einkaufsstraße in Düsseldorf: Neues Konzept für die Schadowstraße

Einkaufsstraße in Düsseldorf : Neues Konzept für die Schadowstraße

Die Bürger können Varianten im Schauspielhaus und im Internet anschauen und bis 6. Dezember eigene Anregungen dazu liefern.

Sie gilt als eine der meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands, hatte in den vergangenen Jahren aber mit den Bauarbeiten für die Wehrhahn-Linie schwer zu tragen.

Wenn 2015 die neue U-Bahn-Linie fertiggestellt und frei von Straßenbahnverkehr ist, soll die Schadowstraße für Besucher und Händler attraktiver werden: mit großzügigeren Wegen für Fußgänger, besser eingebundenen Radwegen, weniger Verkehr und Bereichen, die mit Grün und Bänken dazu einladen, dort eine Rast einzulegen. Die Stadt stellt drei verschiedene Varianten vor, wie diese Anforderungen umgesetzt werden können.

Nebeneinander Bei dieser Variante würde sich am wenigsten ändern. Lediglich der Abschnitt von der Berliner Allee zur Bleichstraße würde Einbahnstraße: Autos könnten von der Berliner Allee rechts auf die östliche Schadowstraße biegen, die Durchfahrt aus der Gegenrichtung Richtung Dreischeibenhaus wäre nicht möglich.

Davon verspricht man sich eine geringere Verkehrsbelastung von rund 6000 Fahrzeugen pro Tag auf der Schadowstraße. Gleichzeitig würden etwa 3300 Autos mehr die Oststraße nutzen. Grundsätzlich bleiben bei diesem Konzept die Wege von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern getrennt.

  • Fotos : Schadowstraße: Das wünschen sich die Düsseldorfer
  • IHK-Umfrage : Schadowstraße als Fußgängerzone
  • Stadtplanung in Düsseldorf : Ideen für die Schadowstraße
  • Stadtmitte : Bürger diskutieren über Schadowstraße
  • Umbau durch Wehrhahnlinie : Schadowstraße: IHK fragt Bürger
  • Düsseldorf : Kiosk vom Tausendfüßler zieht um

Gemeinschaftlich Idee dieser Variante ist eine Gemeinschaftsfläche für Fußgänger, Radfahrer und Autoverkehr. Für alle Verkehrsteilnehmer besteht ein gleichberechtigtes Neben- und Miteinander. Auf Bordsteine und andere linienhafte Abgrenzungen wird verzichtet. Auch Verkehrsschilder sollen auf ein Minimum reduziert werden.

Als Nachteil wird gesehen, dass Belange von Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, nur schwer berücksichtigt werden können. Bei dieser Variante geht die Stadt davon aus, dass in gleichem Maße wie bei der Nebeneinander-Variante sich die Verkehrsströme auf Schadow- und Oststraße verschieben.

Ungestört Für die Umwandlung in eine Fußgängerzone von Berliner Allee bis Jalobi-/Tonhallenstraße hatte sich eine Mehrheit von Händler und Passenten bei einer IHK-Umfrage ausgesprochen, die bei dieser Variante berücksichtigt wird.

Für die Radfahrer ist in der Fußgängerzone ein etwa vier Meter breiter Radweg für beide Fahrtrichtungen vorgesehen. In fünf verschiedenen Optionen wird durchgespielt, wie Autofahrer das Parkhaus in der Bleichstraße erreichen und inwiefern auch der Abschnitt von Am Wehrhahn Teil der Fußgängerzone ist. Die Zufahrt zum Parkhaus geht dabei über die Liesegangstraße (Option A+E), über die Schadowstraße von der Kreuzung Jacobi-/Tonhallenstraße (B) oder über die Goltsteinstraße (C+D).

Bei den Option D ist auch der Abschnitt der Straße Am Wehrhahn als Fußgängerzone gestaltet, die Jakobi- und Tonhallenstraße ist für den Durchgangsverkehr und die Straßenbahn befahrbar. Die Option E sieht darüber hinaus vor, dass nur die Straßenbahn auf der Jacobi- und Tonhallenstraße fährt, die ebenfalls als Fußgängerzone gestaltet ist.

Die Ideen der Stadt zur Schadowstraße sehen Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Stadt präsentiert Varianten für die Schadowstraße

(ila)