Düsseldorf: Neues Fairhaus an der Benderstraße

Düsseldorf : Neues Fairhaus an der Benderstraße

Im neuen Fairhaus der Diakonie-Tochter Renatec an der Benderstraße 38 erhält das Wort Hemdtasche eine ganz neue Bedeutung. Denn in dem Geschäft, dessen Angebote sich vor allem an Menschen mit wenig Geld richten, gibt es nicht nur Secondhandware oder Restposten zu einem kleinen Preis, sondern auch Erzeugnisse, die sich Anne und Frank Metzler ausgedacht haben.

Es ist bereits das insgesamt achte Diakonie-Fairhaus in Düsseldorf, das am Montag in Gerresheim eröffnet. Das Prinzip hat sich bewährt. Das Angebot - Kleidung, Spielzeug, Bücher, Haushaltsgeräte - ist sehr preiswert, aber auch ein anderer sozialer Aspekt verdiene Beachtung, betont Britta Zweigner, Geschäftsführerin der Renatec: Menschen mit einer Behinderung würden einen regulären Job bekommen, Langzeitarbeitslose erhalten ebenfalls eine zweite Chance. Wie bei der Upcycling-Idee: Frauen, die sich noch nie ernsthaft mit einer Nähmaschine auseindergesetzt haben, wurden in Workshops geschult und so auf diese neue Herausforderung vorbereitet.

Interessant auch, wie Renatec die geeignete, 350 Quadratmeter große Immobilie fand: Die neue Geschäftsführerin Petra Elling, die von insgesamt vier Mitarbeiterinnen unterstützt wird, kam vor ihrem Mallorca-Urlaub mit einer netten Dame auf dem Düsseldorfer Flughafen ins Gespräch. Man hatte dasselbe Reiseziel, Elling erzählte der neuen Freundin von der Suche nach einem Ladenlokal für das Fairhaus - und jetzt ist die Urlaubsbekanntschaft die neue Vermieterin der Renatec.

Wichtig für das Klientel: "Wer sehr wenig verdient, bekommt mit der Faircard sogar 30 Prozent Rabatt, hat aber dennoch ein richtiges Einkaufserlebnis", sagt Zweigner. Auswahl und Beratung gehörten ebenso dazu wie Dekoration und Kassenbon. Schließlich ist man Kunde.

(RP)
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