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Düsseldorf: Neues Denkmal erinnert an "Ela"

Düsseldorf : Neues Denkmal erinnert an "Ela"

Fast genau ein Jahr ist es her, dass Sturm Ela in weiten Teilen der Stadt schwere Schäden anrichtete. Anlässlich des Jahrestages wurde nun im Hofgarten ein neues Projekt in die Wege geleitet: Statt wie bei den Straßenbäumen mit Namensschildern am grünen Dreibock auf die Spender aufmerksam zu machen, werden für die Stifter der neuen Hofgarten-Bäume Steinelemente in den Parkboden eingelassen - dort, wo einst der alte "Hochzeitsbaum" stand.

Auf der mittleren Platte des Denkmals finden sich Informationen über den Hofgarten und Sturm "Ela", die Namen der Spender sind im Kreis darum gruppiert.

Das solle symbolisieren, wie sich die Bürger schützend um ihre Stadt und die vom Sturm zerstörten Gebiete stellten, erklärt Tobias Jochinke. Er ist Mitgründer der Kreativschmiede "Das gute Ding", die auch das "Sturmbrettchen"-Projekt realisierte und nun von der Stadt Düsseldorf beauftragt wurde, ein Konzept für den Hofgarten zu entwickeln. Für ihn selbst sei der Sturm Motivation gewesen, etwas für die Stadt und mit ihr auf die Beine zu stellen - daher freue er sich, dass das große Engagement vieler Bürger und der Zusammenhalt in der Stadt nach "Ela" nun in dieser Form gewürdigt werde.

Die Anordnung der Steine erinnere an die Jahresringe eines Baumes und könne so nach außen immer weiter wachsen, so Jochinke. Für die Finanzierung eines neuen Baumes und somit einen Platz im Denkmal werden rund 600 Euro fällig - auf den Steinen finden sich daher auch die Namen vieler Gruppen, Firmen und Familien. Aber auch kleinere Spenden für den aufwendigen Wiederaufbau sind bei der Stadt jederzeit willkommen.

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Das höchste Spendenaufkommen verzeichnet bisher der Hofgarten. Doch auch für alle anderen beschädigten Parkanlagen sind konkrete Spenden möglich. Die Stadt plant, das Projekt "Jahresringe" in allen 30 betroffenen Parks zu installieren. Die Mittellinie der Bodenplatte verlaufe entlang der Windrichtung, mit der Sturm "Ela" auf die Stadt traf, erklärt Philipp Bilke von "Das gute Ding". Das solle in allen Parkanlagen in dieser Form realisiert werden und so die Verbindung zwischen den einzelnen Orten herstellen.

(RP)