Düsseldorf: Neues Buch erklärt über 500 Begriffe der Mundart

Düsseldorf : Neues Buch erklärt über 500 Begriffe der Mundart

Da war Oberbürgermeister Thomas Geisel platt. Der Mann, der fünf Sprachen spricht, verstand einige Wörter überhaupt nicht, die den Brauchtumsfreunden im Jan-Wellem-Saal geläufig waren. Jedöns? War fremd für Geisel. Anderes aus dem neuesten Buch von Heinrich Spohr mit dem Titel "Dr Affekat em Zuppejröns, 555 Begriffe der Düsseldorfer Mundart" verstand er, hatte es in einem Jahr auf dem Chefsessel im Rathaus schon gelernt. Geisel versprach: "Im Urlaub werde ich aus dem neuen Buch Vokabeln pauken.

" Aber was ist mit dem "Affekat" im Buchtitel? Da waren selbst Mundartfreunde zunächst platt. Darauf muss man erst einmal kommen: "Dr Affekat" ist der Advokat. Spohr wies in einer kleinen Vorstellung seines Werkes darauf hin, dass viele Wörter des Düsseldorfer Rheinisch längst in die Hochsprache eingegangen sind, nannte "Visematente", "Döneke" und "Fisternölles" Und er machte deutlich, dass der Düsseldorfer umgekehrt Wörter vieler Sprachen aufgeschnappt hatte, zum Beispiel aus dem Französischen, dem Niederdeutschen, sogar aus dem Jiddischen und Althochdeutschen.

"Das Düsseldorfer Rheinisch ist spielerisch und kreativ und lässt immer wieder neue Sinnzusammenhänge entstehen." Fünf Bücher zur Mundart hat der Autor geschrieben. Sein neuestes ist ab heute im Buchhandel erhältlich.

(wber)
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