Düsseldorf: Neuer Kripo-Chef ist Experte für Cyberkriminalität

Düsseldorf: Neuer Kripo-Chef ist Experte für Cyberkriminalität

Der neue Leiter der Kriminalpolizei erhofft sich große Erfolge durch das Computer-Programm, das Einbrüche voraussagen soll und in den kommenden Monaten im Düsseldorfer Polizeipräsidium eingeführt wird - etwas später als erhofft.

Markus Röhrl kann sich vorstellen, dass solche intelligente Software der Polizei bald auch gegen andere Delikte weiterhilft, vielleicht sogar zur Vorbeugung von Gewalttaten.

Röhrl leitet seit vierzehn Tagen die Kriminalitätsdirektion mit ihren 600 Mitarbeitern. Der 54-Jährige kennt sich aus mit dem Zusammenspiel von Ermittlung und IT: Zuletzt war er Abteilungsleiter im Landeskriminalamt und dort für den Aufbau der "Cybercrime-Abteilung" verantwortlich, die den Ermittlern bei der Auswertung von digitalen Spuren hilft. Der Jurist, der auch im Innenministerium und bei der Bonner Polizei tätig war, muss in Düsseldorf ein breites Feld von Aufgaben beackern. Dazu zählt die Bekämpfung der Boom-Delikte Einbruch und Taschendiebstahl. Röhrl will auch einen Schwerpunkt auf den Kampf gegen organisierte Kriminalität legen.

Polizeipräsident Norbert Wesseler erhofft sich vom neuen Leiter auch, dass er den Zuschnitt seiner Abteilungen den aktuellen Herausforderungen anpasst. Dazu dürfte der derzeit stark geforderte Staatsschutz gehören, der auch in Röhrls Gebiet fällt. Düsseldorf ist in der Bekämpfung von politischen Straftaten auch für die beiden benachbarten Landkreise zuständig.

Für Röhrl ist der neue Job auch ein persönlicher Traum: Er ist in Benrath aufgewachsen. Der Vater von zwei Kindern wohnt inzwischen in Hennef (Rhein-Sieg-Kreis) und hat eine für einen gebürtigen Düsseldorfer eher ungewöhnliche Vorliebe entwickelt: Er ist 1.-FC-Köln-Fan. Röhrl folgt auf Jürgen Schneider, der pensioniert wurde.

(arl)